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§• 70.
Im ersteren Zustande, als umhüllendes oderatmosphärisiches, verbindendes Zellgewebe ist esam leichtesten zu erkennen. Im lebenden Körpererscheint es als ein zarter, halbflüssiger, formloser,dehnbarer Stoff; nach dem Tode, vorzüglich aberindem es zugleich den Einwirkungen der Luft oderdes Wassers ausgesetzt wird, erstarrt es in ein re-gelloses flockiges Gewebe von Fasern und Plätt-chen, die man ehmals als die Grundtheile des Or-ganismus ansah, und woraus man eben das Zellge-webe entstehen liefs, das ich lieber mit BordeuSchle im ge webe nennen möchte, weil es nichtzcllig ist, wenn wir nicht unter Schleim seit altenZeiten etwas ganz anderes verständen (§. 116.151.)»so dafs jener Ausdruck doppelsinnig ist, dahinge-gen der allgemein angenommene Name Zellge-webe mit nichts verwechselt werden kann.
Anm. 1. Dav. Cpli. Scliobinger Diss. de telae cellu-losae in fabrica c. h. dignitate. Gott. 1748- 4- Tli. BordeuItecherches sur le tissu muqucux. Ed. nov. Paris 1790. 8- Vor-züglich: Casp. F. Wolf De tela quam dicunt cellulosa obss.
in N. Act. Petrop. T. VI. p. 259. Tab. C- T. VII. p. 27S-Tab. 6. T. AIII. p. 269- Tab. 6- Doch sind die Abbildungennicht genügend. Bichat folgt der älteren Vorstellungsart.
Anm. 2- Nicht alles, was uns nach dem Tode als Zell-gewebe erscheint, ist dieses allein, sondern eine Menge darinbefindlicher Geläfse, besonders einsaugende, entziehen sich un-serjn Ange.
Anm. 3- Blumenbach (de gen. hum. var. nat. p. 46-wo er sich auch auf Zinn beruft) behauptet, das menschliche