Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53

Anm. 2- Die uns bekannten Völkerwanderungen liafiehgröfstentlieils der Bevölkerung der Erde wenig genützt, erklärenwenigstens durcliaus nickt die jetzige Vertkeilung der Völker-Stämme auf der Erde.

§.' 54.

Ganz falsch erscheint die Annahme, dafs alleMenschen von einem Paar abstammen, wenn wirauf ihre Unterschiede sehen. Nie ist bei umvermischtgebliebenen Völkern auch in den verschiedenstenClimaten eine Ausartung beobachtet. Die Negersind, so weit die Geschichte reicht, stets dieselbengewesen, und sind es noch in Amerika so gut w.iein Afrika. Die Juden, die, Zigeuner bewähren nochimmer ihre fremde Abkunft. Die Europäer in an-dern Welttheilen werden nic-Neger, Malayen u. s. w.

Anm. 1. Unter vielen Beispielen nur Eines. Ge. Pin-kard (Notes on llie West-Indies. Ed. 2. Lond. 1816-, S-. Vol.1- p- 310130 sa h auf Barbados eine englische Familie,, wo-von die Kinder schon die sechste Generation ausniachten, undsich in nichts von Engländern unterschieden. Demanets Fa-bel von einer Kolonie von Portugiesen, die in Afrika zu Negerngeworden seyn sollten* liat Blum-enbacli (de gen. hum. var.P- 1280 widerlegt.

Anm. 2- Die Annahme, dafs die ATcnschen .ursprünglichvon- einerlei- Beschaffenheit, bajd nachher aber so ausgeartetwären, wie wir sie jetzt sehen,, ist, ganz willkübrlicli und ver-dient keine Rücksicht, da- sie nie angeben kann, was damalsund nie wieder eine Veränderung der Art hervorgebrachthabe.

§. 55.

Die fruchtbare Begattung der verschiedenenMenschenstännne unter einander beweiset durchaus