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!• S. 123-) sagt: „Ihr Haupt wird nie grau, und es ist unend-lich viel seltener, einen Indianer, als einen Neger mit weifseilHaaren zu linden. Ueberdiefs runzelt die Haut der Indianernicht so leicht.” Bei den Negervölkern scheint cs sehr ver-schieden zu seyn : von den Barabras sagt Denon (Voyage p. 62.)dafs das Alter sich bei ihnen nur durch den weifsen Bart zu erken-nen gebe. Marcgrav (bei Piso p. 12.) hat viele Neger mitgrauem Bart und grauen Haaren gesehen.
Anm. 2- Unter allen Menschenstämmen aller Weltgegen-den kommt eine Krankheit vor, hei der die ganze oder ein sehrgrofser Theil der Haut nebst den Haaren widernatiirtich weifssind, auch das Pigment des Auges ganz oder gröstentheils fehlt,so dafs'die Iris und Pupille roth oder violett erscheinen. Mannannte solche Menschen Albinos, Dondos, Blafards, Kakerla-ken, auch wohl weifse Mohren, und daher Leucaetliiopes, sowie die Krankheit Leucaethiopia. Da diefs unpassend ist, in-dem Europäer so gut wie Neger daran leiden, so habe ich seitvielen Jahren den Ausdruck Leucosis, Homines leucotici dafürgebraucht. Kürzlich ist Virey auf denselben (nach der Analo-gie von Chlorosis, Chlorotici sehr natürlichen]) Namen gekom-men (Journal compldm. T. 2- Cali. 0. p. 104-), hat aber sehrUnrecht, .wenn er diese Weifssucht mit dem Weifs werden man-cher Tliiere im Norden zusammenstellt, denn die Kälte hatkeinen Einflufs darauf; eben so unrecht stellt er die Melanose(die Schwärze der Neger) ihr entgegen und als Krankheit auf.Ehmals hielt man die Weifs süchtigen für eine eigne Spielart.
Blumenbach de gen. hum. var. p. 274. sq. Zu der hierbefindlichen reichen Litteratur füge ich noch hinzu: Ueber Ne-ger: Wurmt Merkwürdigkeiten aus Ostindien S. 246- Gool-berry Fragmens d’un Voyage en Afrique. Paris 1802. 8- T. II.p. 437. Ueber einen weifsen Australneger La Billardi&re (Re-lation du Voyage ä la reclierche de la Pdrouse. T. ±. Paris,an 8. p. 332.) Derselbe fand eine Weifssüchtige auf Tongatabu(T. 2. p. 142-) — Ge. Tob. Lud. Sachs Historia naturalis