Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
43
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ganzen Leib ausbreitet. Er habe diefs oft beim Taufen derKinder gesehen.

An m. 2. Die Farbe setzt eine eigne Organisation derHaut voraus. Diese hat bei den Negern eine eicrne Weichheit,etwas Sammetartiges, wie bei den Hunden von Guinea, vonderen heifsen Ausdünstung J. Nie. Pechlin (De habhu et co-lore Aethiopum qui vulgo Nigritae Liber. Kilon. 1677. S- p. 57.)spricht, und sie darin mit den Negern vergleicht.

Ueber die eigcnllnimliche widerliche Ausdünstung der letz-tem: Hans West Beiträge zur Beschreibung von St. Croix.

Kopenhagen 1794- 8- S. 17, 18- Der Sitz der Farbe istthcils die Oberhaut, wie man sich leicht überzeugen kann, wennman Negern ein Blasenziehendes Master legt, wo sich eineschwarze Oberhaut ablöset, wie ich selbst gesehen; theils istdie äufsere Fläche der eigentlichen Haut (corium) gleichförmigschwarz, wie man leicht sieht, wenn man die Negerhaut inkochendes Wasser taucht. Alan nennt die letztere schwarzeLage gewöhnlich den Ma'pigbischen Schleim, doch mit Un-recht. Davon in der speciellen Physiologie. Pi so (De Indiaeutriusque remed, p. 4.3.): Anatomiae in Aethiopibus exercitii

gratia institutae, certos nos fecerunt, nigredinem illam cutaneamultra Epidermidem non penetrare, eaque ablata mox ipsam cu-tem albam Europaearum plane more se offerre. Das ist zuviel.

Die Haut der Amerikaner ist noch nicht anatomisch unter-sucht. Ueber ihren Geruch sagt Humboldt (Neuspan. 1.S. 192-):Die Kasten von indianischem oder afrikanischemBlut behalten den Geruch, der der Hautausdünstung dieser bei-den primitiven Ilacen eigen ist. Die Indianer in Peru, welchedie verschiedenen Racen bei Nacht dem Geruch nach unter-scheiden, haben sich sogar drei Worte für den Geruch der Eu-ropäer, der Ureinwohner von Amerika und der Neger ge-bildet,

Anm, 3. Wegen der zarteren, weifsen Haut schimmertbei den Europäern das Blut auf den Wangen, Lippen u. s. w.