Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
41
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Schedelliöle mit dicken Knochenwänden sehr wenig Gehirnfafst, ist klar. Sömmerring (vom Neger S. 57.) hat heimNeger so viel Gehirn gefunden als beim Europäer (doch scheintdie Angabe nicht grofs); Mascagni hingegen (Prodromop.780viel weniger.

Anm. 3- Langsdorf (Bemerkungen auf einer Reise um dieWelt. 1. B. Frankf. a. M. 1S12- 4- in der Erklärung der achtenKpfiafel) sagt:Am Hinterkopf sind wie hei allen Nuka-

liivern zwei starke Drüsen zu bemerken, die meines Wis-sens noch bei keinem Europäer und von keinem Anatomenbeobachtet worden sind. Jene angeblichen Drüsen sind diefsaber keineswegs, sondern Hervorragnngen des Scliedels, wo in-wendig die Gruben des kleinen Gehirns sind, und äufserlichdie Hinterhaupfsmusk'hi liegen, und auf der zehnten Tafel derKrusensternschen Reise Fig. 3- S- und 11. stark ausgedrückt.Tilosius leitet diese Ilervorragungen von den Muskeln her,wie er mir schreibt. Ich glaube, wir würden sie sehr häufigunter uns sehen, wenn wir den Hinterkopf eben so kahl trü-gen, wie die Nukahiver. Vergl. Gail tab. 30. J. 32. J. 4i-50. t. 62- 63- tab. 99. i.

§ 42.

Die Gestalt der Schedel- und Gesichtsknochenbestimmt auch Vieles in Hinsicht der weichen Theiledes Gesichts, so erstlich die Lage der Augen, obsie weit auseinander (bei breiter Glabella), ob sieschief oder grade stehen, ferner die Richtung derNase, die Form des Kinns u. s. w. Anderes liegtin den weichen Theilen selbst, z. B. die enggeschlitz-ten Augenlieder der Mongolen, die wulstigen Lip-pen der Neger u, s. w.

§ 43.

Die Farbe des Körpers ist bei einzelnen Völ-kern weifs, bei andern braun, gelb, roth, schwarz;