Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
39
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Anm. 2, Wenn bei ganzen Völkern eine gewisse Gröfseoder Kleinheit vorherrscht, so ist sie wohl nur in der greisemoder geringem Entwicklung aller Theile in der Länge zu su-chen, obgleich kleinere mehrentheils verliältnifsmäfsig einengrölseren Kopf, gröfsere gewöhnlich einen lungern Hals buben.Bei einzelnen grofsen Menschen ist ein Thfeil gewöhnlich vor-zugsweise verlängert. So ist auf' unserm anat. Museum ein Ske-lett eines Mannes von sieben Fufs drei Zoll, bei dem sechsLendenwirbel sind, die grofse Länge aber doch hauptsächlichden untern Extremitäten zuzuschreiben ist; ein anderes ebenda-selbst befindliches Skelett von sieben Fufs hat die Gröfse vor-zugsweise der verlängerten Wirbelsäule zu danken. Guil. Fr.Leop. Zitterland De duorum sceletorum praegrandium ra-tionibus. Berl. 1S15- 8- Höchst unwahrscheinlich ist dieAngabe in The present state of Peru (Lond, 1805. 4-, p. 52-Tab. 3-) von einem sieben Fufs zwei Zoll hohen Mann von24 Jahren, Namens Basilio Huaylas, dessen Kopf ganz un-förmlich grofs seyn soll, so dafs die Figur einer Karrikaturgleicht.

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Die Gestalt des Körpers ist zwar bei den ein-zelnen Individuen der Völker sehr verschieden, undmehr als man auf den ersten Blick glaubt, dochfindet sich unstreitig bei einzelnen Menschenstäm-men eine vorherrschende Wohlgestalt, ein gröfseresEbenmafs, ein festerer kräftiger Bau, und so gehtes durch viele Abstufungen bis zur gröfsesten Mis-gestalt der Australneger,

Anm. 1. Ein Trupp Kalmücken überrascht den Ungewohn-ten so, dafs er zuerst alle für gleich hält, bis nach und nachdie Unterschiede hervorgeh^n. Ihnen gellt es mit uns gewifseben so. Bei einer Heerde Schafe glaub,t man zuerst alle vonderselben Bildung u. s. f.