Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
35
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man den zartesteii Embryo mit dem unpassenden Namen einerMade (Galba) belegt, die in allen Theilen himmelweit ver-schieden ist. Nicht mehr Werth haben die andern Verglei-chungen mit Amphibien, Cetaceen u& s. w. > die sich auf ent-feinte Aehnlichkeiten ganz ^einzelner Tlieile beziehen*

§ 35 *

Jener nie zii stillende Durst nach Erkenntnifsvon Allem, was im Himmel und auf Erden ist,zeichnet den Menschen unendlich aus, und dasselbegilt von dem Pflichtgefühl, zu welchem nur er allemgelangen kann, und dessen Stimme er selten zuunterdrücken vermag. Das Thier kann abgerichtetwerden, aus Furcht vor Strafe etwas zu thun oderzu lassen, ein Gefühl von Rechtmälsigkcit wird esaber nie erlangen, und es kann weder'tugendhaftnoch lasterhaft seyn.

Anm. Auch liier liegt es freilich Züm Grunde, daff dasThier sich nicht zu allgemeinen Begriffen erheben kann, dochhat die Sittlichkeit des Menschen etwas so Bezeichnendes! dafssie besonders genannt werden muffte.

§* 36 .

Die mehrsten Krankheiten sind dem Menschenmit den Thieren gemein; eigen sind ihm nur sol-che , die sich auf sein mehr entwickeltes und daherleichter verletzbares Seelenorgan, und auf sein be-weglicheres Nervensystem beziehen, z. B. einigepsychische Krankheiten, als Verrücktheit, Hypo-chondrie; das Wechselfieber.

Antrt. 1. Mit einiger Gewiffkeit scheint rtur das Wechse 1-fieber genannt Werden zu können; wenigstens weiff ich keinBeispiel davon bei irgend einem Thiers. Die Thiers sind oftüber den Verlust eines ihnen durch Geschlechtstrieb oder Ge-

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