mäfsige Ausbildung aller Sinne, da namentlich das Tastorganund das Geschmacksorgan bei ihnen mehrenilieils zurückbleibt,vielen einzelne Sinne ganz abgehen.
§. 30 .
Jene Ausbildung des Gehirns veranlafst ein grös-seres Verhäknifs des Schedels zum Gesicht; derMensch zeigt den gröbsten Gesichtswinkel; seineKiefer verkürzen sich; von den Zwischenkieferkno-chen findet sich im natürlichen Zustande nur beidem zarten Embryo eine Spur; das Kinn dagegentritt hervor.
Anm. i- Ueber P. Camper’s Gesichtslinie s. dessenSchrift: Ueber den natürlichen Unterschied der Gesichtszüge inMenschen u. s. w. Berlin 1792- 4- Ueber die Betrachtung desProfil- und Quer-Durchschnitts des Schedels von innen: Cu-vier Lecons d’anat. comp. T. II. p. 9- Ueber die Ansicht desSchedels von oben ([den sogenannten Vogelblick) Blumen-bach de var. nat. f. — Ueber mehrere Methoden zugleichtWolter Hnr. Crull Diss. de cranio ejusque ad faciem ra-tione. Groning. 1810- S- f.
Anm. 2. Die Knochenstücke, -welche den Zwischenkiefer-knochen ^Ossa intermaxillaria s. incisiva) zu vergleichen sind,bleiben zuweilen bis zum vierten Monat bei dem menschlichenEmbryo getrennt. Häufig kommt eine Spur oder Anzeige vonihnen als Nath hinter den Schneidezähnen vor. Zuweilen ent-wickeln sie sich widernatürlich, und bilden dadurch die doppelteHasenscharte; doch habe ich dann in den vorspringenden Kno-chenstücken bis jetzt nur auf jeder Seite Einen Schneidezahngefunden.
Eine Spur der Kenntnifs vom Intermaxillarknochen bei demMenschen findet sich in Rob. Nesbitt’s Osteogenie. A. d.Engl. Altenb. 1753- 4- S. 5S- Dann hat Goethe die Sacheerkannt und überall zur Sprache gebracht, doch erst spät dar-