Mehrste in der Verrichtung der Theile deutlichgeworden,
Anm. 1- Wie man die Physiologie nur für eine raisonni-rende Anatomie hielt, da hatte man fast gar keine allgemeinePhysiologie, Doch war es vielleicht ein Glück, dafs man sobegann, und es ist zu hoffen, dafs man nie die Anatomie alsHülfswissenschaft der Physiologie zuriicksetzen wird. Man ver-gleiche unser physiologisches Wissen über solche Theile, derenBau uns bekannt ist, z. B. des Auges, der Organe des Kreis-laufs, der Stimme u. s, w. mit dem über andere, deren Orga-nisation uns nocb wenig bekannt ist, z, B. des Gehirns.
Anm. 2. Die vergleichende Anatomie ist uns von nochgröfserem Werth, als die menschliche, wenn es die Bedeutungder einzelnen Theile eines Organs, z. B. der Sinnesorgane be-trifft, Wie dürftig würde unsere Lehre vou dem Kreislauf desBluts, vom Atheroholen. von der Verdauung, von der Wiedor-erzeugung, von der Erzeugung u, s. w. seyn, wenn wir jenenLeitslern entbehren sollten.
Die Pathologie in allen ihren Theilen, vor-züglich aber die pathologische Anatomie, ist eineder ergiebigsten Quellen für die Physiologie, undwie viel mehr wird sie noch leisten, wenn wir erst
besitzen.
Anm. i. Die Pathologie kommt in ihren allgemeinerenSätzen so sehr mit der Physiologie überein, dafs man wohl denWunsch fassen konnte, sie in einem Handbuch zu vereinigen,wie es von Pfaff geschehen ist, vergl. §. 16- Doch mufs mansie beide in den Vorlesungen für sielt einzeln lehren, um nichtvon jeder zu wenig zu sagen. Ueber die Verbindung der Phy-siologie und Pathologie, in meinen anat. phvsiot, Abltandl.
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eine des Namens
vergleichende Pathologie
S. 225.