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§• io.
Die Physik lehrt uns die allgemeinen Kräfteder Natur und ihre Gesetze kennen, und wird unsdadurch eine der reichsten Quellen, sowohl für dieZoonomie überhaupt, als auch für die Erkennungder Thätigkeit der mehrsten, wenn nicht aller ein-zelnen Organe.
Anm. Wie ehemals die Physik fast nur angewandte Ma-thematik war, zeigte sie sieh uns zwar schon sehr wohlthätig durchdie Leliro vom Hebel, von der Beugung und Brechung des,Lichts, vom Schall u. s. w.; allein sie übte auch eine drückendeHerrschaft aus, indem sie das Leben in den Hintergrund stellte,z. B. hei der Muskelbcwegung, oder einseitig die Chcmio aus-schlofs, z. B. bei der Lehre vom Athemholen.
§• 11 • .
Die Chemie erregt fast noch immer mehr Hoff-nungen zu einem grofsen Gewinn für die Physiolo-gie, als dafs wir uns dessen schon erfreuen sollten.Nur mit Furcht wenden wir sie an.
Anm. Ihre jetat engere Verbindung mit der Physik ist;'uns vorzüglich wichtig,'und es leidet keinen Zweifel, dafs un-endlich viele Erscheinungen in unserni Organismus die Mitwir-knng der Chemie zu ihrer Erklärung verlangen, allein das Nä-hero davon bleibt uns mehretuheils verborgen. Sobald wir aberdie Chemie zur Herrin der Physiologie machen, so gesellen wirauch unwillkührlicli unsern Organismus zu den unorganischenKörpern* da wir eigentlich nur von diesen eine Chemiebesitzen..
§. 12 *
DieAnatomie, vorzüglich die vergleichen-de, ist die festeste Basis der besondern Physiologie,und wo sie vollendet ist, da ist uns auch das