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1 (1821)
Entstehung
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liefern sorgfältig und wiederhole angestellte Beob-achtungen und Versuche die Thatsachen, welcheder Geist ordnet, und woraus er allgemeine Schlüssezieht. Die blofse Speculation erzeugt nur Hirn-gespinste.

Anm. Wenn eine physiologische Wahrheit blos durchSpeculation hervorgogangen scheint, so sieht man bald, welcheMasse von Erfahrungssätzen vorhanden seyn mufsle, um denEntdecker jener Wahrheit so zu stellen, dafs er fähig ward, siezu gehen. So wie alle Facta bekannt sind, so geht auch dierichtige Theorie von selbst hervor; bis dahin behelfen wir unsmit Hypothesen, die uns in Tliütigkeit erhalten, und uns zitneuen Beobachtungen und Versuchen leiten.

§ 8.

Die vorzüglichsten Hiilfsvvissenschaften der Phy-siologie sind die Naturgeschichte, die Physik, dieChemie, die Anatomie und die Pathologie.

§ 9 .

Indem die Naturgeschichte die Naturkörperschildert, und nach ihren verschiedenen Beziehun-gen zu einander ordnet, belehrt sie uns zugleichüber die Stellung des Menschen und über seineVerhältnisse zu ihnen. Ohne sie würden wir ilinnimmer. gehörig beurtheilen, würden wir leicht dasThier zum Menschen erheben, oder diesen zu je-nem herabwürdigen.

Anm. Die ganze Anthropologie in dem Sinn, wie sie derNaturforscher nimmt, ist eine Frucht des naturgeschichtlichenStudiums; ohne dieses hätten wir auch keine vergleichende'Ana-tomie. Wir dürfen davon täglich neue Belehrungen erwarten,und wie viel höher stehen wir schon in der Kenntnifs aller unsinteressirenden Theile der Naturgeschichte, als zu Haller 1 s Zeiten-

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