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1 (1821)
Entstehung
Seite
VI
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der Physiologie vorgeworfen hat, dafs sienicht genug für die Pathologie u. s. w. leiste,so rührt es hauptsächlich von jenem Misgriffher. Wenn alle Verfasser physiologischerW erke befragt werden sollten, welches darun-ter sie für das Erste hielten, so kann Nie-mand etwas dagegen haben, wenn sie dasihrige nennen; allein, wenn man sie weiterfragt, welches sie für das Zweite halten, sobin ich überzeugt, dafs sie alle ohne Aus-nahme Hallers Physiologie nennen werden.Was allen-Verfassern aber das zweite scheint,ist gewifs das Erste. Nicht wegen seiner Hy-pothesen, nicht wegen der Anordnung derMaterien, sondern wegen des Reichthuins anThatsachen. Daher bleibt sein Werk für alleZeiten unschätzbar, denn man Endet überAlles, was nur irgend dahin gehört, die gründ-lichste Belehrung.

Haller konnte seine Anfangsgründe derPhysiologie ohne Litteratur geben, weil ersie in seinen gröfseren Werken in der gröbstenFülle gegeben hatte, die man auch daher alsGommentare ansehen konnte. Die neuerenPhysiologen hingegen, welche sie vernachläs-sigten, haben sehr unrecht daran gethan, dennsie sind dabei in der gröbsten Gefahr, sichselbst zu vernachlässigen, und entziehen ihrenZuhörern eine der wichtigsten Beihülfen fürihre fernere Ausbildung. Wie wenige dersel-ben werden in der Folge die Gelegenheit ha-