Druckschrift 
1 (1805)
Seite
222
Einzelbild herunterladen
 

222

nötigen Rubriken jährlich ausgenommen wurden, aberso groß auch meine Liebe zu dieser Wissenschaft ist,so verleitet sie mich dennoch nicht zu dem Wunsche,daß ein solches Tabellenwesen vom Staate angevrd-^ net werden niögte. Wenn eine Regierung von denhäuslichen und ökonomischen Verhältnissen ihre Un-terthancn spezielle Nachrichten beitreiben läßt, sogicbt es schon die Natur der Sache, daß derglei-chen Nachrichten niemals richtig, von dem einenüber von dem andern unter der Wahrheit ange-geben werden; und wenn der Staat durch Zwangs-mittel die Vorlegung der Handels - HaushaltiingS-und Wirtschaftsbücher bewirken will, so wird derUnterthan dieses gewiß nur mit dem größten Wi-derwillen ertragen und alle möglicbe Mittel aufsu-chcn, den Zweck der Regierung zu vereiteln undwelche Menge Offizianten, die dvch auch vom Na-tionaleinkommen bezahlt werden müssen, wäre zusolchen Anstalten nötig!

Der Wohlstand und der Reichthum einer Na-tion kann auch ohne so spezielle Berechnungen be-stehn; es ist genug, wenn die Staatswirtschask unddie Statistik als theoretische Wissenschaften kultioirtwerden, und wenn es auch keinen Staat in der Weltgiebk, auf den sie nach allen ihren Kapiteln und Ab-schnitten angewenöct werden können. Der Gelehrte,der die Wissenschaften in seinem Zimmer betreibt,verliert leicht den letzten Zweck aller unsrer Wissen-schaft: die erhöhete Kultur und Vervollkommnung

des äußern und innern Menschen aus den Augen,und thut Vorschläge, welche nach seiner Meinungdie Wissenschaften weiter bringen, aber nach der Er-