IV
Wissenschaft hak mich belehrt, wie schwer es ist,sich von Voructheilen, die man aus seinen Iu-gendjahren mitgebracht hak, die man noch täg-lich im Gespräch nicht etwa vertheidigen — son-dern als über allen Widerspruch erhabene, alsvöllig anerkannte Grundsähe vortragen und Fol-gerungen daraus ziehen hört, loszumachen. Ichhabe es versucht, den Weg, aus dem dieser Zweckerreicht werden kann, kurz und natürlich zu zeich-nen; daß ich meinen Gegenstand nicht erschöpfthabe, suhle ich deutlich, aber der Gegenstanderfordert auch mehr Müsse, als mir meine Be-rufsarbeiten gestatten.
Die mehresten M'enschen urtheilen in die-ser Wissenschaft nach dunkeln Gefühlen und steist doch der Bestimmtheit und Gewißheit so fä-hig und warlich auch eben so würdig, als ir-gend eine der übrigen Wissenschaften, die denmenschlichen Verstand beschäftigen. Welchenunzuberechnendeu Einstuß dunkle oder deutlicheBegrisse von Zirkulation und Wohlstand aufphysisches und moralisches Wohl des menschli-chen Geschlechts haben, bemerkt der vorurtheils-freie und uachdenkende Beobachter täglich beiden Veranstaltungen unsrer Polizei, unsrer 3lr-menanstaltcn und unsrer Bildungsanstalken derJugend; hier ist es dringend nötig, mit dem