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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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mal an das verstehbare, weder physische noch psychische, Sein inseiner ontologischen Eigenart denken, kommen wir überhaupt nichtzu einer universalen, also philosophischen Betrachtung des Men-schen. Wir müssen auch dabei vom Teil zu dem Ganzen schreiten,in das der Teil als Glied eingebettet ist, und wir haben sogar einedoppelte Universalität zu berücksichtigen. Bei den Sinngebildenist erstens zu fragen, inwiefern sie sich auf den ganzen Menschenbeziehen, und zweitens, inwiefern sie als Teilgebilde im Zusammen-hang mit dem „mundus intelligibilis“ oder der Totalität der verstell-baren „Welt“ stehen. Erst dadurch, daß wir beide Fragen beant-worten, wird die Anthropologie zu einer Lehre vom Sinn des gesam-ten menschlichen Lebens im Weltganzen, und erst so gelangt siezu einer wahrhaft philosophischen Behandlung ihres Gegenstandes.

Daraus ergibt sich, inwiefern die Anthropologie sich auf denTeil der Ontologie zu stützen hat, der die intelligible „Welt“ inihrer Eigenart zu erkennen sucht, und sobald man das eingesehenhat, folgt weiter, inwiefern die anthropologische Frage nach derStellung des ganzen Menschen zum Weltganzen zugleich Wert-probleme einschließt. Uber den Zusammenhang von Sinnund Wert haben wir schon gehandelt. Jetzt können wir noch aufanderem Wege zeigen, weshalb die Lehre von der Stellung desMenschen zum Weltganzen auf eine Wertlehre hinauskommt. DerMensch nimmt zu etwas nur soweit „Stellung“, als ihm das, wozuer Stellung nimmt, nicht „gleichgültig“ ist, sondern irgendein„Interesse“ für ihn besitzt. Schon dieser Umstand zeigt, daß beider Frage nach dem Sinn des Menschenlebens lediglich das in Be-tracht kommt, was irgendwie mit Werten in Verbindung steht.Das völlig wertfreie Sein „interessiert“ uns nicht. So ergibt sich, wiedie philosophische Anthropologie, die den Sinn des ganzen Men-schenlebens zum Problem macht, sich auf den Teil der Ontologieaufbauen muß, der die „intelligible Welt“ in ihrer Mannigfaltig-keit auf Grund eines Wertsystems universal zu erkennenstrebt.

Zugleich ist in diesem Zusammenhang noch ein anderer Um-stand wichtig. Wir hatten darauf hingewiesen, daß der Versuch,ein inhaltlich bestimmtes Wertsystem zu gewinnen, sich auf dieWerte beschränken muß, die wir am menschlichen Leben