sensibilis“ und den „mundus intelligibilis“, oder läßt sich nichtdoch eine begrifflich bestimmte Verbindung zwischen den beidenGebieten finden, die in unserer Erfahrung immer miteinanderauftreten, und die erst dann, wenn sie einer begrifflichen Bearbei-tung unterzogen werden, auseinanderfallen? Diese Frage führt zueinem neuen Teil der Ontologie.
C. DIE PROPHYSISCHE WELT.
§ 24 .
Objekt und Subjekt.
Um die Unabweisbarkeit des Problems, vor das wir gestellt sind,eindringlich zu machen, denken wir an unser „Leben“ in der Welt.Was wir so nennen, spielt sich in beiden Bezirken ab, sowohlin dem des realen, wahrnehmbaren, psychophysischen, als auch indem des irrealen, verstellbaren Seins. Zugleich sind wir überzeugt,daß unser Leben nicht in unverbundene Stücke zerfällt, sondernetwas „Einheitliches“ ist. In einer nur dualistisch gespaltenenErfahrungswelt würden wir nicht „leben“ können. Denn daraufkommt es uns vor allem an, daß unser „lebendiges“ Sein nicht nurwirklich, sondern zugleich erfüllt von verstehbarem Sinn ist. Die-ser „Zusammenhang“ von realem und irrealem Sein muß auch inder philosophischen Erkenntnis begriffen werden. Wir brauchenalso ein übergreifendes „Band“ zwischen der psychophysischenWirklichkeit einerseits und den in ihr „verkörperten“, durch Wertebestimmten und von ihnen aus in ihrer Eigenart deutbaren Sinn-gebilden andererseits. Damit werden die meisten Denker einver-standen sein. Wie man vorher nach „Einheit“ von körperlichem undseelischem Sein suchte, müssen wir gerade dann, wenn wir ein-gesehen haben, daß der alte, auf Descartes zurückgehende Dualis-mus von extensio und cogitatio noch nicht der „letzte“ Welt-dualismus ist, den erst wahrhaft umfassenden Dualismus von sinn-lich wahrnehmbar und unsinnlich verstehbar irgendwie zu „über-winden“ und damit zur „Einheit“ der Welt zu kommen suchen.
Doch wie soll das möglich sein? Gibt es in der diesseitigen Weltnoch ein Seiendes, das wir bisher nicht berücksichtigt haben, und