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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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Körpern und dem Seelenleben mit Hi,lfe einer umfassenden Theorieeine wissenschaftlich begründete ontologische Brücke zu schlagen.Es sieht demnach so aus, als scheitere hier die Philosophie, die über-all nach Totalität strebt, ohne dabei mit der Einzelforschung inKonflikt zu kommen, und die das Weltganze, das sie untersucht,irgendwie ,,einheitlich“ begreifen will. Die Sinnenwelt, die fürviele mit der Welt überhaupt zusammenfällt, läßt sich, wie wirnach unseren Erörterungen annehmen müssen, nur dann wissen-schaftlich erkennen, wenn man sie an verschiedene Disziplinena u f t e i 11 und jeder von ihnen ein Sondergebiet zuweist. Darinkönnte man zugleich eine Bestätigung des Satzes sehen, daß dieWissenschaft erst dann weiterkommt, wenn sie sich auf die Teileder Welt beschränkt, also darauf verzichtet, das Weltganze philo-sophisch unter ein in sich zusammenhängendes System von Be-griffen zu bringen.

B. DIE ERFAHRUNGSWELT.

§ 15 .

Erweiterung des Erfahrungsbegriffes.

Müssen wir hierbei stehenbleiben, oder gibt es noch einen neuenWeg, der uns weiter führt?

Wir können die Voraussetzung angreifen, die wir bishergemacht haben, d. h. fragen: darf der Begriff der Erfahrungs-welt dem der Sinnenwelt gleichgesetzt werden? Woraufberuht es insbesondere, daß die Alternative: körperlich oder see-lisch ? für die Erfahrungswelt als ontologisch erschöpfendgilt, also eine dritte Art des Seins in ihr nicht anerkannt wird?Zumal seitdem Descartes „extensio“ und „cogitatio“ trennte,hielten und halten viele Denker das Zusammenfallen der Erfahrungs-welt mit der psychophysischen Wirklichkeit für „selbstverständ-lich“. Lehrt uns die unbefangene Beobachtung vielleicht auchsolche Gebilde als zur Erfahrung gehörig begreifen, die sich wederals physisch noch als psychisch erkennen lassen? Falls die Fragebejaht werden müßte, könnten wir von hier aus einsehen, warumdie nur als Sinnenwelt gefaßte Erfahrung nicht anders als durch