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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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auch nur den „ganzen“ Menschen zu behandeln, denn der ganzeMensch ist niemals bloß „psychisch“ in der angegebenen Bedeu-tung des Worts, und vollends kann die Stellung des ganzen Men-schen zum Weltganzen nicht ein „psychologisches“ Problem sein.Das wird man nur dort bestreiten, wo es an einem klaren Begriffdes Psychischen fehlt. Man darf selbstverständlich mit diesemWort auch Gegenstände bezeichnen, die nicht zeitlich ablaufendeVorgänge sind, und gegen eine solche Terminologie läßt sich wis-senschaftlich nicht kämpfen. Aber ob die Namengebung im Inter-esse der wissenschaftlichen Klarheit zweckmäßig ist, muß manbezweifeln. Vielfach wird mit dem Namen des „Seelischen“ ein soumfassendes Gebiet bezeichnet, daß es sich durch alle vier vonuns begrifflich getrennten ontologischen Seinsgebiete erstreckt. Manversteht dann darunter außer dem Teil der psychophysischen Sin-nenwelt auch die verstehbaren Sinngebilde, das prophysische Sub-jekt und die im Jenseits liegende menschliche Seele, für welchesich die Religionsphilosophie interessiert, und das hängt wiederdamit zusammen, daß man alles, was nicht physisch ist, seelischnennt. Wir wollen das im Einzelnen noch etwas genauer klarmachen.

Spricht man, wie es vielfach üblich ist, z. B. von einer „Psycho-logie der Weltanschauungen“ und glaubt mit ihrer Hilfe in dieNähe philosophischer Probleme zu kommen, so liegt eine begriff-liche Unklarheit zugrunde. Weltanschauungen sind niemals psy-chische Gebilde, die zeitlich ablaufen. Das geht schon daraus her-vor, daß, falls sie es wären, nicht mehrere Menschen dieselbeWeltanschauung gemeinsam haben könnten. Weltanschauungenwerden zwar gewiß von Menschen durch ihr Seelenleben er-faßt, wie alle Weltinhalte, die wir erfahren. Sie gehören aber des-wegen ebensowenig zum Seelenleben wie die Körper, die wir wahr-nehmen, und das gilt von allen verstehbaren Sinngebilden. Manhat denn auch mehr oder weniger klar „gefühlt“, daß die genera-lisierende Psychologie, die sich auf „Beschreibung“ und „Er-klärung“ des nicht-körperlichen, aber zeitlichen psychischen Seinsbeschränkt, in Gefahr ist, an sehr wichtigen Problemen vorbeizu-gehen. Man übersieht nur, daß es sich dabei nicht um Problemehandelt, die ausschließlich das psychische Sein betreffen,