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sophie, nachdem sie sich über sein ontologisches Wesen klar ge-worden ist, vor allem zur Wissenschaftslehre, d. h.zur Logik der Einzelwissenschaften zu werden. Dabei kommt esin erster Linie darauf an, daß sie überall zeigt, wie weit die Er-fahrungswissenschaften außer dem wahrnehmbaren auch verstell-bares Sein in ihre Begriffe aufnehmen. Sie hat also nach allenRichtungen das im Einzelnen auszuführen, was wir hier nur füreinige wenige Probleme andeuten konnten. Sie muß, wie es sichnach den bisherigen Ausführungen von selbst versteht, einengrundsätzlich pluralistischen Charakter tragen. Die Spezialdiszi-plinen können dem Reichtum der Erfahrungswelt dadurch alleingerecht werden, daß sie die Weltmannigfaltigkeit berücksichtigenund jeden Teil von ihr in seiner Eigenart würdigen. Ein „Monis-mus“ würde auch hier notwendig zur Verarmung und zur Ver-schwommenheit führen. So scharf wie möglich sind die Unter-schiede herauszuarbeiten, die keine monistische Denkweise ausder Welt zu schaffen vermag. Das ausgedehnte körperliche Seinist, um noch einmal die Hauptpunkte zusammenzufassen, fürimmer etwas anderes als das nicht ausgedehnte psychische Sein,und ebenso bleibt das verstehbare Sein von der gesamten psycho-physischen Realität grundsätzlich ontologisch verschieden. Vorallen haben die generalisierenden Einzelwissenschaften ein Inter-esse daran, die Scheidungen zu vollziehen. Nach einer übergeord-neten „Einheit“ brauchen s i e nicht zu fragen. So allein bleibensie Einzel Wissenschaften und kommen zu klaren Problemstellungen.
Andererseits ist jedoch mit einer im angegebenen Sinn plura-listischen Wissenschaftslehre die Aufgabe, welche die Philosophieals Ganzheitswissenschaft hat, nicht vollständig zu lösen. Sie mußauch nach dem „einheitlichen“ Zusammenhang der verschiedenenGebiete fragen, welche die Einzelwissenschaften getrennt unter-suchen, und damit kommt sie zu neuen Problemen. Bei ihrer Be-handlung hilft es ihr freilich nichts, wenn sie, wie man das in Be-zug auf das Verhältnis von körperlichem und seelischem Sein ver-sucht hat, erklärt, wahrnehmbares und verstehbares Sein müßtenim „Wesen“ als „identisch“ angesehen werden und spalteten sichnur in der „Erscheinung“. Trotzdem bleibt die Frage: zerfällt dasWeltganze in zwei ontologisch unvereinbare Reiche, den „mundus