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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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men, sind qualitativ eigenartige ontologische Ganzheiten gegenüberden einzelnen Wortbedeutungen, aus denen sie bestehen, sondernsie fügen sich selber wieder als Glieder in größere Ganzheiten ein.Eine wissenschaftliche Abhandlung besteht aus Sätzen, von denenjeder für sich als Ganzes ein theoretisches Sinngebilde zum Aus-druck bringen kann, aber sie ist zugleich selber ein Ganzes, und siewird dies dadurch, daß die Gebilde, aus denen sich ihr Sinn zu-sammensetzt, ein theoretisches Sinnganzes ausmachen. Insofernverhält sie sich mit Rücksicht darauf, daß sie „Träger“ von Sinn-gebilden ist, zu den Sätzen, aus denen sie besteht, analog, wie sichdie einzelnen Wortbedeutungen zum Ganzen eines Satzsinnes ver-halten. Abhandlungen lassen sich weiter von neuem als Gliedereinem noch größeren Ganzen einfiigen, nämlich der Wissenschaft,zu der sie gehören. Diese besteht aus vielen Abhandlungen oder ausumfassenden Werken, die durch den mit ihnen verbundenen Wahr-heitssinn Glieder eines umfassenden Gesamtsinnes werden. Ja, auchdamit haben wir noch nicht das letzte Ganze auf theoretischemGebiet erreicht. Wie sich die Abhandlungen zum Sinnganzen einerWissenschaft zusammenschließen, können auch die verschiedenenWissenschaften als Glieder eines noch umfassenderen Ganzen ange-sehen werden. Doch liegt dies Ganze noch nicht in Sätzen vor, diees zum Ausdruck bringen. Der Begriff der einen, alles umfassendenWissenschaft schließt als der eines Sinngebildes auch das ein, wasnoch nicht erkannt ist und trotzdem als Wahrheit irgendwie „be-steht“. Es handelt sich dabei, wie wir auch sagen dürfen, um dieWissenschaft als „Ideal“, das durch den erkennenden Menschenerst „verwirklicht“ werden soll. In ihm haben wir dann dasletzte Ganze, zu dem alle theoretischen Sinngebilde als Glieder ge-hören, und unter universalen ontologischen Gesichtspunkten mußauch dies „ideale“ Gebilde irgendwie „sein“, obwohl kein Mensches jetzt schon inhaltlich kennt.

§ 18 .

Sinn und Wert.

Zur Erläuterung der ontologischen Eigenart des verstehbarenSeins haben wir uns zuerst an ein besonderes Gebiet, nämlich an den