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Einzelwissenschaften und dann in der angegebenen Weise plura-listisch zu erforschen ist, und zugleich hätten wir dann weiter zufragen: muß nicht alles, was wir mit den Sinnen als psychisch oderphysisch wahrnehmen, als ein bloßes Bruchstück dessen,was wir erfahren, gelten, also als etwas, das notwendig durch einunwahrnehmbares und insofern unsinnliches Gebiet des Seiendenzu ergänzen ist, falls daraus eine „Welt“ werden soll?
Vielleicht wird man sagen, es sei schon heute üblich, außer denkörperlichen und seelischen Gebilden eine dritte Art des Seiendenanzunehmen, die man als „geistig“ bezeichnet, und das ist zu-treffend. Von verschiedenen Seiten wird geltend gemacht, daß der„Geist“ ein selbständiges „Wesen“ sei, welches nicht mit dem Seindes Seelischen Zusammenfalle. Aber wie steht es mit der Bestim-mung dieses Begriffes ? Eine allgemein anerkannte Ansicht dar-über sucht man vergeblich. Ja häufig werden gerade die Begriffedes seelischen und des geistigen Seins nicht grundsätzlich vonein-ander geschieden. Bedet man doch z. B. von einer „Psychologiedes geistigen Lebens“. Der Begriff des Geistes wird also zwarhäufig benutzt, aber er ist zugleich so vieldeutig, daß es sich emp-fiehlt, von dem beliebten Terminus „Geist“ zunächst einmal ab-zusehen und lediglich zu fragen: gibt es außer dem körperlichenund dem seelischen ein drittes Seiendes, das uns auch dann ent-gegentritt, wenn wir uns auf das beschränken, was wir alle un-mittelbar erfahren, und dessen Tatsächlichkeit daher ebenso un-bezweifelbar ist wie die der physischen und der psychischen Ge-bilde ?
Mit der Fragestellung begegnen wir von vorneherein dem Miß-verständnis, als beabsichtigten wir schon jetzt, die Erfahrungin irgendeiner Weise zu „überschreiten“. Gerade das wollen wirnicht. Wir halten uns streng an das, was als unmittelbar „erlebt“oder „vorgefunden“ im „Bewußtsein“ anzutreffen ist, und wirwollen durch die Erweiterung des Erfahrungsbegriffes nichts an-deres zeigen, als daß jedem Menschen Gebilde bekannt sind, diesich in dem üblichen psychophysischen Dualismus ontologischnicht unterbringen lassen. Sie gilt es dann, auch terminologisch sozu benennen, wie es dem allgemein verbreiteten und verständ-lichen Sprachgebrauch entspricht. Das wird uns am sichersten dazu