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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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die qualitativen Bestimmungen zurücktreten läßt. Auch die Über-windung der „klassischen“ Mechanik, von der viel gesprochenwird, ändert hieran nichts, denn sie läßt die Ansicht un-angetastet, daß für den Physiker die quantitativen Bestimmungender Körperwelt als „eigentlich“ Seiendes in Betracht kommen.Farben und Töne, die wir unmittelbar sinnlich wahrnehmen, wer-den begrifflich gedacht als Arten der Bewegung, etwa als Schwin-gungen eines lediglich ausgedehnten und daher nicht mehr sinn-lich wahrnehmbaren raumerfüllenden „Substrats“. Das kann manauch dann als methodisch berechtigt ansehen, wenn man onto-logisch es ablehnt, daß z. B. eine blaue und eine rote ausgedehntekörperliche Fläche als Wirklichkeiten nur quantitativ von-einander verschieden sein sollen.

Es kommt in der Philosophie darauf an, was die mechanischeAuffassung der Körperwelt für ihre Totalität bedeutet. Dermechanistisch orientierte Materialismus, den Goethe auch als Natur-forscher verabscheute, hat in der Ontologie als Lehre vom Welt-ganzen wohl keine ernst zu nehmenden Vertreter mehr. Trotz-dem besitzt die mechanische Auffassung der Körperwelt als be-griffliche Theorie, obwohl wir annehmen, daß sie sich nur auf einenWelt t e i 1 bezieht, noch immer nicht nur spezialwissenschaftlicheGeltung, sondern auch philosophisches Interesse. Es handelt sichin ihr darum, die Körperwelt als Ganzheit zu begreifen, um sieder gesamten Welt überhaupt als Glied einzuordnen. Daher müssenwir fragen: ist es möglich, den Mechanismus bei Beschränkung aufdie Körperwelt so durchzuführen, daß wenigstens alles körperliche,im Raum ausgedehnte Sein sich begrifflich als Bewegung letzterTeile, also quantitativ denken läßt?

Um hierauf eine Antwort zu erhalten, stellen wir zunächst fest,was der universale Mechanismus als quantifizierende Theorie derKörperwelt positiv begrifflich zu leisten vermag. Dann wird esmöglich sein, auch die Grenzen zu bestimmen, die ihm gezogensind. Wir gehen dabei vom Begriff der Ganzheit aus. Die Körper-welt ist, wenn auch nicht das Weltganze, so doch e i n Ganzes.Was heißt es, wenn wir sagen, daß wir dies Ganze als Ganzesmechanisch denkend erkennen?

Da es sich um eine nur quantitativ bestimmte „Welt“ handeln