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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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einseitig und spezialistisch bleibt. Ob man die Seinsart des demSubjekt gegebenen Materials als die des „Bewußtseins“ bezeichnenwill, ist im Grunde eine terminologische Angelegenheit. Kann mansich nicht dazu entschließen, auch Körper als Körper, soweit siefür die Erkenntnis in Betracht kommen, „bewußt“ zu nennen,so mag man andere Ausdrücke wählen. Man wird dann von einem„gegebenen“ oder „erlebten“ oder einem „Vorgefundenen“ odereinem „bekannten“ Sein reden und sagen, daß diese Seinsart allemMaterial zukommt, welches das Subjekt braucht, um Erkenntnisaufzubauen. Man mag auch von einem „Standpunkt der Immanenz“sprechen, falls man diesen Ausdruck dem des Bewußtseins vor-zieht. Aber was das Wort bedeuten soll, wenn nicht der Gedankedabei anklingt, daß das „Innewohnende“ als unmittelbar gegebenoder bekannt dem „Bewußtsein“ innewohnt, dürfte schwer zusagen sein. Es bleibt also sachlich beim „Idealismus“, d. h. beider erkenntnistheoretischen Einsicht, daß die erkennbaren realenObjekte stets für ein Subjekt real und insofern „vorgestellt“,also zugleich ideal sind.

Der vielleicht wichtigste Punkt, der den erkenntnistheoretischenRealismus problematisch macht und insofern für den erkenntnis-theoretischen Idealismus angeführt werden kann, sei endlich nochausdrücklich hervorgehoben. Es handelt sich dabei um den Begriffder Realität selber. Hat es überhaupt einen theoretischen Sinn,von einem Realen zu sprechen, wenn der Begriff der Realität völligunabhängig von einem Subjekt gedacht werden soll, das einemvorgestellten oder angeschauten oder bekannten und insofern be-wußten Inhalt die Realität als Prädikat beilegt? Was be-deutet das Wort „Realität“, wenn es nicht Prädikat einet Aus-sage des erkennenden Subjekts ist?

Wir kennen eine Fülle von Inhalten, die wir, um Erkenntnisvon ihnen gewinnen zu können, im Bewußtsein haben müssen, undvon ihnen nennen wir nur einen Teil real, während wir anderendies Prädikat absprechen. Ist es möglich, über den Begriff derRealität zur Klarheit zu kommen, ohne auch diesen Umstand zuberücksichtigen? Wahrnehmen können wir das, was wir als dieallgemeine Art des Seins, die einem Inhalt zukommt, „Realität“nennen, nicht. Was wir sinnlich wahrnehmen, geht vollkommen in

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