gen entgegen, wenn es anch hier nnd da einigeBus n, wie Aegypten, oder die Ebene am Aus-flüsse, dec Donau, oder an der Spitze des adria-tischen Meeres auf eine kurze Zeit bilden konnte.So stimmt die Beschaffenheit der Länder ganzmit der Mosaischen Urkunde zusammen, beson-ders wenn man sie aus der dichterischen Sprachedes Alkerthums, oder vielmehr der jugendlichenWelt, in die Prosa der später» Zeiten übersetzt,Die ganze Begebenheit fällt in die Geschichte,nicht in die Urwelt; wenn die Lander, welche dasmittelländische Meer überfloß, bevölkert waren,wird man auf dem Boden dieses Meeres Men-schenknochen finden, aber das Meer verweilte zukurze Zeit auf dem Wege zum kaspischen Meeresowohl, als in den neugebildeten Meerbusen umdort Menschenvrrsteinerungen bilden zu können.
Ob nun an andern Orten ebenfalls dasMeer durchbrach, ob die Meerengen des Kanalsund des Sundes dadurch gebildet wurden, ob sichdas Meer über die große baltische Ebene auchdamals ergoß, muß fernere Forschung lehren.Die Geologie wird zu der Untersuchung über eineSündflut zurückkehren muffen, besonders wenn dieEntdeckung von fossilen Menfchenknochen sich be-stätigt. Nachdem nämlich der erste Abschnitt schongedruckt war, erhalte ich das vortreffliche Werkvon Herrn von Schlotheim: Die PetrefactenkundeGotha 1820, worin von fossilen Menschenknochen,welche sich bei Köstritz in einem Gypslager undavar in Hölungen des Gypfeö selbst finden, die