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geben*). Daß diese Schriften aus verschiedenen.Zeiten und von verschiedenen Verfassern herrüh-ren, ist kein Zweifel, ja diese Behauptung beziehesich nicht allein auf ganze Bücher, sondern aufeinzelne Stücke derselben. Viele sind unstreitigsehr alt, und mögen von Zoroaster selbst ausge-zeichnet sein, so wie die ganze Lehre gewiß sehralt ist, Das Einfache derselben deutet auf eineneinzigen Urheber, der die Volköreligion von denmannigfaltigen Lehren reinigte, und ihr innepnsichern Zusammenhang gab. Folgendes stellt dieHauptlehren dieser Religion dar.
Aus der unbestimmten Zeit ging hervor'Or-muzd (Llroro MeL-lao in der Zendsprache) derErstgeborne der Wesen, wohnend im Urlicht, Schö-pfer alles Reinen und alles Guten, durch Ho-nover, das schaffende Wort. Nach ihm trat Ah-riman (LnAei-sUiUi ineenioesoU) aus, derselbenZeit hervor, erst gut, dann aus Neid gegen Or-muzd böse, Schöpfer des Bösen und des Todes,wohnend in Finsterniß und Herrscher im Reicheder Finsterniß und der Tiefe. Jenem gebührt An-betung, gegen diesen soll der gute Mensch käm-pfen. Die Zeit, die Mutter beider Götter wirdnicht als Gottheit verehrt und nicht persönlichdargestellt,, es ist daher sehr wahrscheinlich, daßsienur ein spaterZusaß einer Philosophie ist, welche
*) Zend Avesra, Zoroastecs lebendiges Wort i. Th.Riga, 1776. 2. u. Z.TH. v. I. F. Kleriker das. 1777. An-hang zum Zend-Avesta v. I. F. Kleuker das. r. B. 1761e. B. ,764- 4.