Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
291
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ner ihren Buddha in das sechste Jahrhundertv. CH. G. versetzen, so ist hier ohne Zweifel voneiner spätern Ausbildung der Religion die Redeund von einem Priester, der Einrichtungen desGlaubens und der Kirche traf, wie wir sie nochunter den Völkern finden, wo die neuere Bud-dhalehre herrscht. Diese großen Männerklöster, dergeistlichen Betrachtung und dem Lobe Gottes ge-weiht, das Abzählen der Gebete nach dem Rosen-kränze, die Polyandrie sind ohne Beispiele in deralten Welt. Buddha war schon in der philoso-phischen Darstellung der Religion zu einem Ma-ha Muni zu einem großen, unsterblich geworde-nen nicht ursprünglich unsterblichen Lehrer hecab-gesunken, es ist also nicht zu verwundern, daßman den zweiten großen Muni wie den ersten,einen Gott, einen Buddha nannte. Ob nun diechronologische Angabe jener Völker richtig sei, mö-gen Geschichtsforscher untersuchen.

Die Kasten sind schon früh als eigenthüm-lich der Brahmareligion anerkannt worden. DieBrahminen drangen nach ihrer eignen Angabedurch den Paß von Hurdwar (Haridwari) nachJndostan; die alten Sagen reden von Kriegenzwischen diesem Priesterstamme und den Kriegern(Kschetrijas); wahrscheinlich ist es also, daß dieseKasten durch Krieg und Unterjochung fremderVölker, woran Indien reich ist, entstanden. Mit undnach diesem Einbruchs in Hindostan aus dem nörd-lichen Persien bildete sich vermuthlich der Natur-dienst jener Völker zur Brahmareligion aus. Denn

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