Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
236
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ter dem Namen Apfel überhaupt. Aber es istkein Grund vorhanden, die Apfelbaume mit glän-zenden Früchten in den Garten des Alcinous, sowie die in der Mythologie sehr oft verkommendengoldenen Aepfel für Quitten zu halten, denn esist nicht wahrscheinlich, daß man die herbe, durchkeine Cultur zu versüßende Frucht, dem angeneh-men Apfel sollte vorgezogen und früher gedankthaben, und der Ausdruck, goldene Aepfel, scheintmir für manche, Abänderungen des Apfels eben sopassend als für die Quitten. Der wilde Q.nitten-baum ist übrigens dem gebaueten ganz ähnlich,nur kleiner und schlechter gewachsen, auch trägter kleinere Früchte.

Der Granatbaum (I'unioa Orancumn)wächst in Syrien und Palästina, so wie auf denHügeln des östlichen Kaukasus und in Armenienwild, wie Marschall (a. a. O. S. 582.) sagt.Das wilde Gewächs bleibt immer ein Strauchund wird zu keinem Baume, hat dornige Zweigeund trägt kleinere Früchte von einem angenehmensäuerlichen Geschmacke. Einzeln sieht man ihnauch im südlichen Europa wild und daher vielleichtnur verwildert. Es läßt sich erwarten, daß die-ser Strauch durch die große Schönheit seinerBlumen und durch die angenehme Frucht frühdie Aufmerksamkeit der Bewohner jener Länderauf sich zog. In die Gärten des Alcinous ver-setzt der Dichter der Odyssee den Granatbaum,in den biblischen Schriften ist oft davon die Re-de, die griechische Fabel flicht sein Andenken in