Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
227
Einzelbild herunterladen
 

- 227 -

schreiben unter dem Worte, welches man mit Erbseübersetzt, eine Art von Schminkbonen. Die Erbsegehört nördlichen Gegenden an, und wird in ganzEuropa und durch Asien bis China und Nordin-dien gebauet. Nach den systematischen Botani-kern, soll die Erbse-auf den Acckcrn in Enropä wildwachsen,welches gewißsehr Uneigentlich gilt. Siegc-hört zu den Gewächsen wie Roggen und Buchweizen,welche sich erst seit der Völkerwanderung in Eu-ropa verbreitetem >

Die Schminkbone war den Alten bekannt,sie hieß bei den Griechen voliclios; bekam aberspäter den Namen INaselns oder l?Iw 56 o 1 as, densie noch führt. Es ist bei ihnen nur vonder großen Schminkbone, nicht von der Kriech-bone die Rede. Die Pflanze gehört in »varmern-Gegenden zu Hause, denn sie kann nichr den ge-ringsten Frost vertragen, und Linne giebt Indienals die Heimat dieser.Bond an- dem die andernSchrifsteller gefolgt sind, aber bestimmte Nach-richten darüber sind nirgends vorhanden. Viel-mehr ist es sonderbar, daß die vielen Urten vonSchminkbonen, welche man auf der IndischenHalbinsel sogar bis in Nepal bauet, durchausnicht in den europäischen Küchengärcen Vorkom-men. Kamen die Schminkbonen aus Indien,warum sollte man nicht die andern dort gewöhn-lichen Arten Mit herauögebkacht haben? Hat mandoch in Potrugal in spätem Zeiten eine neue Artvon Schminkbonen aus Indien eingeführt? ManMuß also noch in einem andern Vaterlande die-

D 2