Getreide scheint den Keltischen Völkern anzuge-hören, der Hafer.
Die Getreidearten verbreiteten sich durch dieVölkerzüge vorzüglich; so sind Weizen, Spelz undGerste ohne Zweifel nach Europa gekommen. Esscheint nicht, als ob sie von einem fremden Stammzum andern übergingen; man bauete wahrschein-lich Roggen und Puchweizen seit langer Zeit inLändern, welche den Weizen- und Spelzlandern na-he lagen, ohne daß man in diesen den Versuch mach-te, jene seltener fehlschlagenden Getreide zu säen.Wenn aber ein Volk oder ein Haufen,, eine Fa-milie sich in ein anderes Land begab, so vertausch-ten diese Menschen leicht das mitgebrachte Ge-treide mit einer diesem neuen Lande eignen Art,so wie sie statt der bis dahin gebrauchten Thiere, an-dere singen und bändigten. Das Alterthum warin dieser Rücksicht erfinderischer als die neue Zeit;seit Jahrtausenden hat man kein wildwachsendesGewächs zum Getreide gemacht.
Ich komme zu den Hülsenfrüchten, wel-che ebenfalls auf Feldern gebauet werden und invielen Gegenden eine Hauptnahrung der Men-schen ausmachen. Es ist sehr schwer, die Hei-mat derselben auezumitteln, da die Samen vonihnen leicht unter das Getreide kommen können,mit diesem ausgesaet werden, und so wild inKornfeldern, besonders der fruchtbaren und war-mem Länder erscheinen. Man weiß also nicht,ob sie ursprünglich, wie die Kornblumen (Len-