säet man diese Kornart daselbst an den Abhängender Gebirge. Diese Hirse hat viel größere Kör-ner und ist viel ergiebiger, als die eben genann-ten bei uns gebaueten Hirsenarten, daher sichauch ihr Anbau sehr rasch über viele Gegendenverbreitet hat. der Bau im Orient vor-
mals so verbreitet gewesen, als jeht, so würdenwir mehr Nachrichten von diesem Getreide beiden Alten finden, als der Fall ist. Man könnteauf die Vermuthung kommen, der große Weizenwelcher in Baktrien wachsen, und Körner wieOliven haben soll, sei diese Mohrhirse, so wiedas Getreide vier Zoll breit, wovon Herodot re-det. Aber die erste Deutung ist unwahrscheinlich,denn die Körner der Mohrhirse sind noch nichtso groß, als Weizenkörner. Beide Nachrichtenscheinen fabelhafte Uebertreibungen. Mir scheintvielmehr das/Lo^o^o? beim Strabo (1^. 1Z z>. 69/s)ein indisches Getreide, dessen Körner kleiner alsWeizenkörner sein sollen, hieher zu gehören. Sehrtreffend hat Beckmann die Nachricht beimPliniuö (1^. iS- 0. 7.) von einer großen schwar-zen Hirse mit Schilfblättern, welche damals vorzehn Jahren nach Italien gekommen sei, aufMohrhirse gedeutet. Es scheint aber diese Hirsezu jenen Zeiten sich nicht weiter verbreitet zu ha-ben, denn später verschwinden alle Spuren da-von. Die Verbreitung im Morgenlande ist durchdie Araber geschehen, im Abendlande durch die
Geschichte der Erfindungen B.^2. S. 244.,^