Weniger wichtig für den Menschen, doch eben-falls von alter Zähmung ist die Ziege und ihreHeimat weniger Zweifeln unterworfen. Varrv re-det von wilden Ziegen in Italien und setzt hinzu,die Insel Lapruiia habe davon den Namen er-halten (I.. I. c. Z.) Cetti bestätigt eS, daß aufder Insel Tavolara wilde Ziegen in Menge sichfinden, er sagt: Bart, Hörner und Farbe sind beibeiden (den wilden und zahmen Ziegen) gleich,nur haben diese wilden Ziegen kürzere Haare, hin-gegen ist ihre Größe so außerordentlich, daß einStück von diesen, zwei gemeine Ziegen aus-wiegt*). In Spanien sollen nach Strabo wildeZiegen sich finden **). Pallas hält
den persischen Paseng »der den Bezoarbock, wel-chen er Lapirn nennt, für den Stamm
der wilden Ziege, und Gmelin der jüngere schicktedavon einen Kopf mit Hörnern nach Petersburg,welchen Pallas genau beschrieben hat, auch Eme-tin giebt eine nur zu kurze Beschreibung von die-sem Thiere***). Sonderbar ist es, daß Gmelinhinzusügt, auch unser Hausbock sei wild auf denpersischen Gebirgen, und ihn folglich vom Pasengoder Bezoarbock unterscheidet. Eben so unter-scheidet Elphinston Len Paseng von der wilden
*) Naturgeschichte von Sardinien. Th. i. S. no.
**) Osozroxli. I. Z. x. 16Z.
***) r->IlL8 sxioilsA. 200I0A. r. XI x. 4Z. Gmelins Reisedurch Rußland Th- 3 S. 493.