Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
152
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Es sei uns erlaubt, Bemerkungen in dieserRücksicht über einige Sprachen anzustellen, übereinige, denn über viele dergleichen anzustellen,würde ein besonderes Werk von großem Umsan.ge fordern.

Die sinesische Sprache steht noch am nächstender Ursprache, oder vielmehr, sie laßt den ur-sprünglichen Zustand, bei der Veränderung welchesie erlitt, so durchscheinen, daß wir ihn sehr leichterkennen. Daher verdient sie die Aufmerksamkeitdes Sprachforschers in einem hohen Grade, dochmuß sie von der künstlichen, aus ganz andernGesichtspunkten zu betrachtenden Schrift getrenntwerden. Die letztere ist nicht ein Kind der Be-dürfnisse, wie jede Sprache, sondern ein künstli-cher Versuch einer allgemeinen Schreibart, welcheden großen Vorzug vor jeder andern Schreibarthat, daß sie überall verständlich ist, auch wo dieverschiedensten Sprachen gesprochen werden. DieEinführung einer solchen Schreibart scheint einBedürfnis; für die Wissenschaft; nur hat sie dieUnannehmlichkeit, daß die Schwierigkeit, Zeichenzu lernen, von der Kenntniß der Sachen qbhält,und daß die Phantasie und mit ihr der dichteri-sche Geist, welche durch die Stellung der Wör-ter, und durch ihren lebendigen Klang belebt wer-den, endlich ganz erstarren. Die chinesische Spra-che ist bekanntlich einsilbig; jedes Work fängt miteinem Mitlauter an, und endigt sich mit einemSelbstlauker, doch zahlen die Chinesen die Nasen-töne am, em, im, oder an, en, in, auch den wki-