Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
142
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ncrlei, wird Beschäftigung des reifern Alters. Daserste Wort, was ein Kind hört, das besonderste,was es hören kann, das Wort: Vater, bekomm:in seinem Munde sogleich Allgemeinheit; es nenntjeden Menschen, wenigstens jeden Mann im An-fänge: Vater. Man glaube nicht, daß dem Kin-de das Vermögen fehle, Unterschiede zu finden,und daß es nur deswegen verschiedene Dinge miteinem Namen benenne, und das Allgemeine anö-sp'eeche; indem eS alle Männer Vater nennt,fli eht es vor allen fremden Männern, und eilt znseinem Vater. Früh schon wird die Handlungvcm dem Kinde mit Worten bezeichnet, aber Per-son und Znt, und jede nähere Bestimmung, lie-gen noch in den Worten verborgen, bis sich durchöfteres Denken und Sprechen das Besondere da-rin entwickelt.

Wir haben dieses Vermögen Anlage genannt,mit einem zwar unbestimmten und sehr allgemei-nen, aber keinesweges unbedeutenden Worte. DieKörpergcstalt des organischen Wesens sehen wirschon im Eie vorgezeichnet, so daß sich die ganzeGestalt erkennen läßt, aber es fehlt noch ganzund gar an der Ausbildung im Einzelnen. Essind nur Anlagen der Körpergestalt sichtbar. Soist cs mit dem Geistigen ; das Vermögen ist vor-handen, aber es fehlt die Bestimmung und Be-gränzung. Wir brauchen hier das Wort Anlagefür das Geistige, wie dort für das Körperliche,und wahrlich, wenn wir den Keim in seiner frü-hesten Kleinheit betrachten, wenn wir erwägen,