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Nachrichten der Portugiesen, wenn sie nicht über-trieben sind, reden von großen und blühendemReichen. Auf alle Fälle würde es sehr ungerechtsein, den Negern die Fähigkeit zu jener Ausbil-dung abzusprechen, wie man zuweilen früher ge-than.
Es giebt unter den Negervölkern Uebergangezu andern Hauptstammen. Hieher gehören zuerstdie Kafferu. Sie sind größer und stärker, alsalle Negervölker in Afrika; ihre Farbe ist braun,das Haar schwarz, kurz und wollig. Mit denEuropäern haben sie die hohe Stirn und den er-habenen Nasenrücken, mit den Negern die auf-geworfenen Lippen, mit den Hottentotten die vor-ragenden Wangenknochen gemein. Der Bart istschwach, aber stärker, als bei den Hottentotten*).Ihre Nachbaren, die Hottentotten, sagt Lichten-stein, stehen neben ihnen da, auf einer weit nie-drigeren Stusse körperlicher Kraft und Schönheit,arm an Sprache und Geist, ohne bürgerliche Ver-fassung und Gesehe, zum Theil ohne Eigenthum,eine Menschenrace von den Kaffer» unterschiede-ner als der Muselmann von dem Britten. Un-erklärlich wäre dieser Sprung, seht er hinzu, woll-te lyan «»nehmen, diese Völker hätten von jehernebeneinader gewohnt, und es ist mehr als wahr-scheinlich, daß die Kaffern ein von fernher einge-wanderteS Volk sind. Zwar geht vielleicht Bar-
*) S. Lichtensteins Reise im südlichen Afrika Thl. r-Seite 394 folg.