deln lasse. Dieses Verfahren ist sehr nützlich, umdie Aufmerksamkeit ans die Verschiedenheit derNatur überhaupt zu richten, und Fragen der Be,obachtung vorzulegen, welche man sonst gar-leicht für beantwortet halten möchte. Es gehörteiner behutsamen Denkungsart an, der nichts an-nehmlich erscheint, als was durch die Erfahrungbestätigt wird.
Auf der andern Seite sehen wir gar oft daßsolche Bestimmungen nur vorläufig sind. Wassich heute noch beständig zeigt, wird morgen ver-ändert, und wir kennen viel zu wenig die Ein-wirkung äußerer Umstände, nm von einem Kenn-zeichen zu behaupten, daß cs sich nicht verändernlasse. Jene Bestimmung der Art gilt nur solange, bis wir sie genauer und besser kennen underscheint nicht wissenschaftlich. Man geht daherweiter; man sieht nicht bloß auf die Veränder-lichkeit der gegebenen Naturkörper, man sieht ausdie Veränderlichkeit der organischen Körper über-haupt, man sieht ferner auf die Mittelstufen, aufdie Uebergänge, wie man sagt, und schließt da-raus auf die Veränderlichkeit, um danach die Ur-formen zu bestimmen. Dieses Verfahren ist wis-senschaftlicher als das erste, aber es ist unsicherund die Art wird nur nach Wahrscheinlichkeitbestimmt.
Dieses verschiedene Verfahren ist bei der Be-stimmung der Menschenart oft angewendet wor-den. Ist die Frage ob man Beispiele habe, daßdie Gestalt eines Europäers in die Gestalt eines