Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
91
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Einfluß des Klima würde daraus deutlich her-vorgehen. In warmer« Klimaten werden dieGraser hoch und ästig, die Farrnkräuter bildenBäume, und einzelne Früchte erreichen eine au-ßerordentliche Größe. Nicht Entwickelung also,sondern Verlängerung und Erweiterung ist dieWirkung des warmen Klima, welche sogleich insAuge fällt. Die Palmen, sehr verschieden anFrucht und Blüthe sind eigentlich die klimatischübertriebenen äußersten Glieder mancher Ordnun-gen aus der Klasse der Monokotyledonen, dieAnnonen scheinen gesteigerte Ranunkelartige Pflan-zen zu sein, und in den Rubiaceen der warmenGegenden sieht man die vergrößerten sternförmi-gen Pflanzen der kalten Länder. Das trockneKlima hemmt die Entwickelung der Knospen irrden Blattwinkeln und verursacht leerstehende Blät-ter, deren Anzahl sich dabei vermehrt, es hältdie Blumenentwickelung zurück, wofür einzelneTheile vermehrt und verlängert werden. So zei-gen sich die Proteaceen und Myrten in Süd-afrika und Australien. Doch es ist nicht hier derOrt dieses weiter zu verfolgen.

Der verschiedene Boden hat grasten Einflußauf die Pflanzen, und bestimmt ihre Verschieden-heit sowohl, als das Klima. Nicht allein ist derUnterschied zwischen Wasserpflanzen und Land-pflanzen von der größten Wichtigkeit, sondernauch der Unterschied zwischen Kalkboden und Kie-selboden, so kann man nämlich überhaupt denGranit-, Gneiß-, Glimmerschiefer-, Thonschieser-,