Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

56

die Schnecken ohne Kammern; auch findet manKorallen von gewissen Arten nicht selten. DieMenge von Ueberleibseln organischer Körper in die-sen Lagern hat zuerst die Aufmerksamkeit der Na-turforscher erregt, und auf dieses Lager hat sichdas Studium der Versteinerungen zuerst gegrün-det. . Auch die darauf liegende Kreide hat der-gleichen Ueberbleibsel in Menge; die Belemniren,die Seeigel der Vorwelt finden sich in ihr in dergrössten. Menge versteinert. In diese Periodegehört auch die Bildung des Sandsteins, wel-chen man gewöhnlich den Quadersandstein nennt.

Ich wage es, die Kreide als die Granze zubestimmen, über welche sich die Versteinerungenvon bekannten organischen Körpern, wie sie nochsetzt in der Natur lebend Vorkommen, nicht er-strecken/ so daß also die Versteinerungen in denaltern bis jetzt genannten Lagern zu einer gänz-lich untergegangenen Schöpfung zu rechnen sind.In den Jüngeren Schichten als die Kreide kom-men aber hier und da Versteinerungen vor, wel-che sich von den jetzt lebenden gar nicht unter-scheiden lassen,, wovon unten noch mehr die Redesein wird. Hingegen sind alle der Kreide gleich-zeitige Versteinerungen, so wie alle älteren alsdieselbe, so weit ich sie kenne, bei genauer Un-tersuchung von den jetzt lebenden allerdings ver-schieden. Es ist nöthjg zuerst einen Satz kühnanszusprechen, damit durch die genauere Bestim-mung desselben das Wahre ge unden werde.

Jünger als die Kreide sind mannichfaltige