Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

19

muthung durch die großen Massen dieser Thierebestätigt wkd, denn die Menge von Ueberbleibselngroßer Thierarten unter der Erde zeigt, wie dieNa-tur der Vorwelt große Massen liebte.

Versteinerungen von Vögeln sind ebenfallsgar selten, und viele angebliche Ornitholiten alsfalsch befunden worden. Doch hat Cuvier echteVersteinerungen von Vögeln in dem Gyps vonMontmartre gefunden, und an den Ornitholitenim Ocninger Mergelschieser laßt sich ebenfallsnicht zweifeln. Die Zerstörungen, wodurch an-dere Thiere mit Erde bedeckt wurden, müssen nichtallgemein gewesen sein, so daß die leichten Be-wohner der Lust sich von einem Orte zum andernbegeben und der Zerstörung entgehen konnten.Denn daß diese Thiere vormals sollten so gar sel-ten gewesen sein, als man ihre Knochen findet, istnicht glaublich, da sie sich doch wohl eben so sehrdamals vermehren konnten, als jetzt. Sie gehö-ren also zu den ältesten Bewohnern der Erde, weilkeine Zerstörung sie tras um an ihre Stelle neueBildungen aus der verjüngten Erde hervorgehenzu lassen. Diese Behauptung verliert bei nähererBetrachtung viel von dem Auffallenden, womit siesich ankündigt. Die Vögel stehen ganz allem un-ter den Thieren der neuern Bildung, weiter ent-fernt von allen andern, als diese von einander:Der Wallfisch steht den Fischen, die Robbe denAmphibien näher, als irgend ein Vogel den Saug-thieren, selbst dem Schnabelthiere. Dieses nurhat den wunderbaren Schnabel dessen rohe Ge-

B 2