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[Erl.] (1883) Erläuterungen zu den Concurrenz-Plänen zur Anlage eines parkartigen Friedhofes in Düsseldorf
Entstehung
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Das Leichenhaas mit Kapelle linden ihren Platz auf deröstlichen Rohe, etwa 100 m von dem Osteingang mit der Frontnach dem Kirchhofe. Aus sanitätspolizeilichen Rücksichten,sowie, aus ästhetischen Gründen konnte hier der Bedingung desProgramms nicht gefolgt werden. Erfahrungsmässig kann beibester Einrichtung einer Leichenhalle der ttble Geruch derLeichen, namentlich bei längerem Liegen und bei der Sommerzeitnicht vermieden werden, der dann aber auf der angegebenenllölie vom Winde verdünnt resp. fortgeführt wird. Durch diedominirende Lage, die es jetzt hat, verliert es mehr den Cha-rakter eines Todfenliauses und trägt, mit der Front der Kapellenach der Anlage zeigend, mehr zur landschaftlichen Scenerie bei,besonders wo dieses das einzige Gebäude sein wird, das archi-tektonisch mit verwendet werden könnte. Im anderen Falle,wenn die Halle, im Thale, nach dem Programm erbaut wird,würde sich die durch die Verwesung der Leichen schwerergewordene Luft an der Erde für längere Zeit halten, zumSchaden aller Besucher. I »esshalb sollten solche Gebäude all-gemein auf eine Hohe zu verlegen sein, wie man dies sehr oftin England, Frankreich und Spanien findet. Ferner würde derplötzliche Anblick desselben gleich beim Betreten des Friedhofesunangenehm berühren und der Transport der heichen der Ver-unglückten etc. durch den Haupteingang mit einem sogenanntenTodtenwägelchen würde einem grösseren Publikum lästig fallenund für ein weicheres Gemüth geradezu erschreckend sein,wohingegen die angegebene Lage die Benutzung des östlichenviel weniger frequenten Eingangs bedingt.

In der Biegung der zwei mittleren Höhen befindet sich das

Hochkrenz mit Parterrepflanzungen, die nur in den bescheidenstenFarben zu halten sind.

Die Beerdigungsarten sind nach dem Programm angegebenund auf dem Anlage-Plan näher detaillirt. Fs ist dabei daraufhinzuweisen, dass die Eeihengräber sich in der Richtung vonWesten nach Osten erstrecken, wodurch die ganze ('istlicheErhöhung des Terrains ebenfalls als Begräbnissplatz benutzt werdenkann. Die Zahl der einzelnen Gräber zu X 2,20 m : 1,1 (» mnähert sich nach Abzug sämmtlicher Mächen für Gebäude, Weg»)Pflanzungen etc. an 85000. In der nördlichen, an den letztenlli.hen angelehnt, ist eine Art Katakombe, angebracht, die ähn-lich wie die berühmten Katakomben auf dem Highgate-Kirchhofzu Hondon angelegt werden sollen.