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Gesang vom Kindchen : eine Idylle
Entstehung
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Bildung prüf' ich und menschliche Mischung: du wandelst noch einmalGanz einmalig das Grundbild ab, das zusammen ihr darstellt.

Leimst und phantastische Ferne treffen sich ln dir,

Kindchen; Nord im West und östlich tieferer Süden,

Nieder- und Morgenland, von gelber Wüste erzählet

Mir das zierlich vorgebaute Untergesichtchen

Und das arabische Näschen. Lächelt mir freundlich dein Äuge?

Blau zwar strahlt es wie nordisch Lis, doch zuweilen, kaum faßbarMeinem prüfenden Sinn, aus seiner Tiefe erdunkelt'sIrgendwie süß und «Misch, in fremder Schwermut, — indes dochBlond die Braue dir steht, ganz wie den hansischen Vätern(Lächeln muß ich fürwahr, so wohl erkenn' ich das Merkmal),

Welche mit nüchternem Sinn und würdig schritten zum RathausUnd im Sitzungssaals die Dose boten dem Nachbarn, —

Kaufherrn zumal, rundbärtig, und Reeder sernreisender Schiffe...

Wisse, du bist im Dsten gezeugt. Ls zeugte im MärchenNordisches Seefahrerblut dich, nach Äbenteuern begierig.

Doppelt ist deine Leimst, niederdeutsch und exotisch.

Wie meinem Sinn die Vaterstadt zwiefach stehet: am LasenLlnmal der Dstsee, gotisch und grau, doch als Wunder des ÄufgangsNoch einmal, entrückt, die Spitzbögen maurisch verzaubert.

In der Lagune, — vertrautestes kindheitserbe und dennochFabelfremd, ein ausschweifender Traum. — D Lrschrecken des Jünglings,ÄIs ihn die ernste Gondel zuerst, der ruhend hlnschwebte.

Trug den großen Kanal entlang, vorbei der PalästeUnvergleichlicher Flucht, als zum ersten Male sein scheuerFuß betrat jenes Prachthofs Fliesen, welchen der Traumbau

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