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Gesang vom Kindchen : eine Idylle
Entstehung
Seite
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Wenn es denn sein mußt', den Namen umschreibend. Wir liebten sie alle.Sie war nicht Magd und nicht Dame, nicht Volk und nicht obere Klasse,War keine Ehefrau, doch schämig spähendes MädchenAuch wieder nicht. Sie stand ganz außer aller GesellschaftUnd bewegte sich still doch in ihr, hals leiden und sterben.

Unbeteiligt am Menschlichen, übte sie gleichwohl ln linderMenschlichkeit sich beständig. Ahr Lächeln zeigte die schönstenZähne, von reinem Schmelz, und freundlich angestrengt schien es,

Da eine Ader, oder war es ein länglicher Muskel,

Aus ihrer Stlrn, wenn sie lächelte, unter der baubenrüscheMit unbeschreiblich gütevollem Ausdruck hervortrat.

Niemals sah ich ihr Saar. Sie war nicht weiblichen Wesens,

Und doch von männlichem ganz und gar nicht: Alles in allemSchien sie «in Engel. „Schwester", riesen wir sie, wenn uns dürstet', —Mit diesem Namen, der spröde lautet und zärtlich aus einmal,kühl und fromm zugleich, vertrauend und heilig gefriedet.„Schwesterchen", so heißest du denn, oder so hießest du doch, eh'

Vu auf einen Christennamen ehrsam getauft warst.

Und noch anders als „Schwester" mutet der Laut an, er klingt mirbeiter versteckt und weither, vorchristlich beinahe und mythisch.Wunderlich herzliche Kraft besitzt die verkleinernde Form dochZn unsrer Sprache, das ungeschlechtliche Viminutivum, —

Wie in dem Worte „Märchen" selbst, so durchaus; und besondersZn den heimlichen Namen, womit man ehmals das kleineVolk benannt« der (tzuerge und sein koboldisches Mitglied,

Vas im öause trieb sein neckend-dienendes Wesen:bausschrättlein, belnzlein, Wichtlein, bütchen hießen die Vordern