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Gesang vom Kindchen : eine Idylle
Entstehung
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Aso muß man dir nahen und so anheben den Zuspruch.

Venn noch ist schwach und schwankend im Gleichgewichte dein Wesen,Und du wurdest empfangen, wurdest ausgebildetZn ungeheuren Zeiten. Dualvoll wälzte die Welt sichUm, es strömte Blut, jede Brust war bedrängt, den GedankenSetzte die Not. Du freilich warst noch vorm Tage geborgen,

Kindchen, tiefere Stufen durchlaufend in stiller Entfaltung.

Tber es brandete schüttelnd die Zeit an deine Gefriedung;

Zn dein Werden pulste der Krampf hinein eines Erdteils;

Mütterlich hegte ratloser Gram dich, was aus der Welt dennUnd aus dem Vaterlande möchte, dem schuldlos-schuldigen, werden.Dürftig nährte der Deutsche sich, da feindliche KriegsmachtZhm die Zufuhr sperrte; es fehlte an Zeit und an Eiweiß.

Rüstiges Ater verfiel, das lang noch sonst sich des LebensMochte erfreuen, und sank ins Grab vorzeitig. Dem ManneSöhlte die Wange und spitzte das Kinn sich, keimhaste KrankheitZand nur zu günstigen Boden im Lande, den Mangel bereitet.

Und im Nutterschoß darbte das stossbegierige Leben.

Siehe, so kamst du zur Welt: nicht kränklich, aber doch reizbar, —Blüte unserer Sorgen! Za, es hat die Natur dichZusgemerkt vor deinen Geschwistern als Kind dieser ZeitenDurch ein feurig Mal: links zwischen Schläfe und StirneSteht es dir, erbsengroß, zum Zeichen deiner Entstehung.

Zedenfalls deuten wir's so: es scheint uns ein Stigma des Krieges.

lö