Während des Werdens Schlaf und Wachen sich schieden, so ist nochTag dir wie Nacht, und reichlicher Schlummer verteilt sich auf beide.Doch wenn du wachst, mit offenen Augensternen, so spielenDeine Sändchen wohl mit dem Zipfel der grünen Gardine,
Dder du handhabst leichthin das anmutige Spielzeug,
Vas ein Freund des Sauses verstohlen dir in den wagenlegte: einen beinernen Ring, woran ein GlöckchenSängt, in Form eines Tpfels, fein getrieben, aus SilberUnd von dem reinsten Nlang, so daß dein äusenthalt lieblichSich von weitem verkündet. Dieses betrachtest und hörst duGerne, deinem zarten Sinne einprägend die feineUnschuldig heitre Gestalt, den reinen laut dieses Dinges,
Das dein eigen als Erstes. Dder du weinst auch, verdrießlich,
Da du Reiz und Schmerz verspürst des drängenden Zahnbeins,
Vas im Begriffe, das zarte Niesersleisch zu durchbrechen.
Sör' ich dich so, so lasse ich wohl mein Geschäft und treteZu dir hinaus durch die Glastür, hinab die steinernen StufenUnd aus den Rasen: es seht mein Nnie dein federndes lagerleise in seitliches Schwingen, und leise sprech ich dir zu dann,
Nit Vertrauen zu füllen und stille zu machen dein SeelchenDurch den gleichmäßigen Tonfall ruhiger liebe. Doch weiß ich:Vorsichtig muß man zu dir treten und schonend; denn ob duWeinst oder heiter ruhst, dein zarter Tusbau erträgt nichtDie unverhoffte Erscheinung, die jäh antönende Stimme.
Sie entsetzen dich, du zuckst zusammen, die TermchenFahren dir über den Nopf, die Tugen erweitern sich schreckhaft.
Und ein verwirrtes leuchten bricht aus ihren Sternen. Gelinde
15