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Nach seiner Rückkehr aus dem Orient lebte Busbeckacht Jahre hindurch (von 15C>2—1570) meistens in Wien,zuerst in der Umgebung Kaiser Ferdinands I. (bis 1564),dann am Hofe Maximilians IL, der Busbeck's Rathschläge undDienste theils bei der Erziehung seiner Söhne <) verwendete,thcils dessen Mitwirkung bei der Vermehrung der Bücher-schätze der Hofbibliothek 2 ) und bei der Erweiterung desschon früher erwähnten Thier- und Pflanzengartens in An-spruch nahm.
Als Maximilians IL Tochter, Erzherzogin Elisabeth,den französischen König Karl IX. heiratete (1570), kamBusbeck in deren Gefolge nach Paris, wo er eine Reihe vonJahren hindurch bei der Königin die Stelle ihres Haus-intendanten oder Obersten Haushofmeisters (Praefectus Aulae)
Tulpe, deren von der Form dos türkischen Kopfbundes (Dülbend) her-genommener Nähme noch ihre morgenländische Abkunft bezeugt."
1 ) Busbeck fungirte nicht als Erzieher der vier jüngeren SöhneKaiser Maximilians II., Mathias, Maximilian, Albrecht und Wenceslaus,sondern als Hofmeister der älteren Söhne Rudolf und Ernst, die er aufihrer Reise nach Madrid zum Könige Philipp IT. (1563) begleitete; dieserhellt aus dem im September 1668 von Ferdinand I. ertheilten Briefe,wodurch er zum Eques auratus erhoben wurde. (Vgl. Eccius, p. X fl., woder Adelsbrief auch abgedruckt ist.)
2 ) Dass Busbeck der Hofbibliothek als Bibliothekar oder Präfectvorstand, behaupten Dambecius (T, p. 3<>) und Mosel (S. 26 und 32): esist dieses aber ohne Zweifel eine unrichtige Angabe. So lange WolfgangLazius lebte (bis 1666), führte dieser die Aufsicht: nach dessen Tod aber'nag Busbeck manchen Einfluss auf die Vermehrung und Anordnung ander Bibliothek geübt haben; die eigentliche Directum aber führte erlicht; sie war vielmehr in den Händen eines italienischen Mönches aus'lern Minoritenkloster, das an die Hofbibliothek anstiess. Dies lässt sichans dem Schreiben seines Landsmannes Hugo Blotius, der (seit 1573) alserster wirklicher Hofbibliothekar anzusehen ist, entnehmen, wo über dienachlässige Direction eben dieses Italieners Klage geführt wird, der vomKaiser eine Besoldung erhallen. Vergleiche Busbeck's Briefe an HugoBiotins auf der llnf bibliothek Cod. 0737 * "~ 18 und Chmel, Handschr. derk - k. Hofbibl., I S. 228. Mit den Anordnungen Busbeck's war HugoBiotins auch nicht durchgehend* zufrieden. Er schreibt an Richard Strein