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Die Wiener Universität und ihre Gelehrten 1520 bis 1565
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fortsetzte. 1 ) Nachdem er fast während eines Decenniumsim Kriege sicli ausgezeichnet hatte 2 ) und der Friede mitden Vcnetianern geschlossen war, wurde er für seine eifrigenDienstleistungen von dem Kaiser Maximilian mit besonderemVertrauen und Wohlwollen belohnt: er wurde in den kaiser-lichen Rath aufgenommen und ihm 1516 die Botschaft anden dänischen Hof übertragen. Er sollte den König Chri-stian [I. bewegen, sich von seiner Geliebten, der HolländerinDiiveko, die denselben ganz beherrschte, zu trennen undsich wieder seiner Gemahlin Elisabeth, Maximilians Enkelin,zuzuwenden und sie nicht weiter zu kränken.

Noch in demselben Jahre erhielt Herberstein eine zweiteMission zu den Eidgenossen. Es folgte dann die dritte anden polnischen König Sigmund, woran sich die erste Ge-sandtschaft an den russischen Grossfürsten Basilius reihte.

Als er aus Russland zurückgekehrt war, übertrug ihm Ma-ximilian eine Botschaft nach Ungarn und eine folgende nachSalzburg, und belohnte seine Dienste lf)18 durch dieUcbergabeder niederösterrcichischen Burg Klamm nebst Zugehör. 3 )

Als nach Karls V. Kaiserwahl die österreichischenStände aus den verschiedenen Erbländern eine Gesandtschaftzur Beglückwünschung nach Spanien schickten, befand sichSigmund Herberstein unter diesen Abgeordneten, und zwarvon Seiten Steiermarks. 4 ) Auf der Rückkehr durchreiste erFrankreich nach verschiedenen Richtungen.

') Tn dorn Hymnus gradualis (Conspect. Inst. univ. Vienn. III,p. 250), worin die Koryphäen der einzelnen Facul täten namentlich her-vorgehoben sich finden, wird sonderbarer Weise unter den artistischenCelebritftteo der Universität Wien unser Sigmund Herberstein angeführt.

2 ) Scriptor. I.e., p. 50: „1506 castra secutus sub Caesareis signisstipendia fere decennium meruit."

3 ) Becker, Niederttsterr. Landschaften, 8. 23.

*) Herberstein's Gesandtschaftsreise nach Spanien 1519, heraus-gegeben von Jos. Chmel, Wien 1816. (Ein Tlieil von Herberstein'sSelbstbiographie.)