318
Werken gedruckt. 1 ) Vorzüglich sind anzuführen seine Schrif-ten über die Abhaltung von Concilien. 2 )
Es wurden unserm Johann Faber auch mehrere juri-dische Bücher zugeschrieben: Breviarium in Justiniani Co-dicem und Oommentaria super Instituta et super I. et ILCodicis; in Wahrheit aber gehören diese Schriften dem Ju-risten Johann Faber Roncinus. 3 )
Erwähnung verdient auch Faber's lebhafter brieflicherVerkehr, den er durch eine längere Reihe von Jahren führte.Eine Sammlung der Briefe, die theils gedruckt, theils hand-schriftlich vorkommen, 4 ) ist bis jetzt nicht veranstaltet worden.Es gehören hieher auch die poetischen und prosaischen Zu-schriften von Dichtern und Gelehrten, die an Johann Fabergerichtet wurden. 5 ) Eine interessante Correspondenz mit PeterPaul Vergerius und Anderen, lauter noch unedirte Briefe ent-haltend, hat zu Venedig Dr. Floss aus Bonn entdeckt. 0 )
Nachträglich ist noch zu sprechen von Faber's letzt-williger Verfügung über die Errichtung eines theologischenConvictes und von dem Vermächtnisse seiner ansehnlichenBibliothek.
') Vgl. Scriptor. 1. c, besonders S. C8. Handschriftlich ist Vielesdavon auf der Hofbibliothek zu finden. (Vgl. Tabb. codd. Vol. VII.)
2 ) Meist in Manuscripten auf der Hofbibliothek.
3 ) Scriptor. 1. c, p. 67. Döring 1. c, am Schlüsse.
4 ) Cod. 9737 " enthält 31 Briefe Faber's, von denen 2G an JohannAlexander Brassicanus gerichtet sind; im Cod. 9047 finden sich 50 anFaber gerichtete Schreiben. Meuser 1. c, S. 714, sagt: „Mit dem Jahre1525 beginnt seine äusserst interessante Correspondenz mit Nausea, auswelcher wir ersehen, zu wie vielen Verrichtungen Ferdinand ihn brauchte."— Ueber Faber's brieflichen Verkehr mit Erasmus von Rotterdam wurdeschon oben gesprochen.
'•>) Zuschriften von Georg Sibutus (1528) und Job. Alex. Brassicanus(1529), ein Lobgedicht von Sebastian Solidus Ountianus (1546) undzwei Trauerelegien von demselben (1549). Vgl. Denis 1. c, S. 271, 423,668, 691.
6 ) Der Entdecker hatte die Absicht, sie zu veröffentlichen. Vgl.Meuser 1. c, S. 717.