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Endlich wirkte er im Interesse der Wiener Universitätdurch hervorragende Theilnahme an dem Wiederaufblühenderselben ') und seine in dieser Beziehung gemachten Stif-tungen. In inniger Freundschaft mit den beiden BrüdernBrassican und mit Cantiuncula stehend, suchte er nicht nurin der theologischen Facultät die Studien durch Stipendienzu heben, die er für Studirende errichtete, sondern trug auchfür die Rechtswissenschaft und die philosophischen Disciplinenviele Sorgfalt. Seine überaus umfangreiche Privatbibliothek,deren Anlage er frühzeitig begonnen hatte, zählte eine grosseAnzahl wissenschaftlicher Werke aus allen Fächern.
Um kräftiger in seiner wohlthätigen und menschen-freundlichen Thätigkeit wirken zu können, bat er den KönigFerdinand, ihm einen gleichgesinnten Coadjutor zur Hilfebeizugeben, und erhielt denselben 1538 in der Person desFridericus Nausea, der ihm auch als Bischof nachfolgte.
Durch lange schmerzliche Krankheit und Alter ge-beugt, aber in voller Geistesfrische starb Faber zu Wienam 20. Mai 1541 im 63. Lebensjahre. 2 ) Sein Leichnamwurde in der Metropolitankirche St. Stephan beigesetzt unddas Grab mit einer ehrenden Inschrift versehen. 3 )
') Aus der Angabe des Hymnus gradualis (Conspect. bist. univ.Vienn. III, p. 250), wo er im Chorus der Theologen der Wiener Uni-versität vorkommt, könnte man schliessen, dass Faber daselbst theolo-gische Vorlesungen gehalten habe,, was aber nie geschehen ist: Faberwar kein Mitglied der Universität.
2 ) Vergleiche Threnologia in et de obitu Joannis Fabri, Episcopiquondam Viennensis etc. Autore Joanne Prasino Halio. Viennae 1541.(Denis, W. B.-G., S. 405 fl.)
') Scriptor. 1. c, p. 54: D. M. S. Joannes Faber, e Leutkirch Sue-viae opp. oriundus, Dlvi Ferdinandi Caesaris, Korn. Hung. BoemiaequeRfgis, a consiliis et sacris confessionibus, gravissimus haereseon perse-CUtor, inelytus Evangelii Christi praeco, Episcopus Viennensis, qui postea-quam toto decennio ex hoc loco bonus pastor salutari verbi Dei pabulo»uum gregom refecit, obdormivit in Domino, annum agens LXIII., a natoServatoro MDXLI. XII Cal. Junii.