Zusäze.
Die Gorren sind:
!. Lur>r>l.xik frutescens, foliis conjuZatiz 5er-^5, iioribuz spicztis, I^ceis. I^oust. Staudige-öuddleia, init qegcneinmdcr über wachsenden aus-hackten Blättern, und gelben ahrenförmigenBlumen.
2. Luolli.xlä 5rute5cens, 5c »Iii8 oblonZis mucro-^tl5, lubtus romentoiis , iloiibus s^ic^cjs .ilbis.nouü. Staubige Buddleia, mit länglichten spi-WM Blattern, so unten wollicht sind, und weissenBlumen die in einer Aehre wachsen.
.Die erste dieser Pflanzen ist m ^jamaica undBarbados sehr gemein, wo sie in nassen unbebau-ten Plätzen wächst. Sie wird acht bis zehen Schuh^vch, und theilet sich in verschiedene holzige Aeste,^ie eine glatte grüne Rinde haben. Die BlätterYachsen an den Aesten paarweis, sind unten weis,und haben sehr kurze Stiele. Oben an den Aesten,Sachsen die Blumen in vier bis fünf Zoll langenkehren; sie sind von gelber Farbe, und stecken ineinem grünen Kelch.
Die zweyte Sorte hat Doct. Houstoun in VeraAuz entdecket. Sie wirb hoher als die vorige, ihreBlätter sind viel grösser, und unten mit einer weis«s?n Wolle bedecket. Die Blumen dieser Sorteund weis, und wachsen an längeren und lockerenAchren als die an der vorigen Sorte.
Es sind sehr zarte Pflanzen, daher sie dann in die,mn Land nicht anders , als in einem warmen Glas,Mis zu erhalten sind. Man ziehet sie aus dem Saa-ten, den man, soviel möglich, frisch, aus dem Land,wo sie urspringlich wachsen, kommen lassen, und inTöpffe säen soll, die mit frischer leichter Erde an-gefüllet sind, welche Kernach in ein Lohbeet eingegra-ben werden. Um nun aber das Aufgehen dessel-ben zu befördern, soll man die Erde össters be-giessen; doch darf man ihnen nickt zu viel WassersM' einmal geben, noch auch selbiges zu jähe daraufschütten, weil der Saame aus der Erde berfür ge-schwämmet werden mögte. Wann die Pflanzenaufgegangen, soll man jede in einen besondern klei-den Topf setzen, der mir frischer leichter Erde ange-füllet ist, und selbige wieder in das Mistbeet eingra-ben, wobey man sie so lange im Schatten zu haltenvat, bis sie neue Wurzeln bekommen. Nach die-sem mus man ihnen, bey warmen Wetter, viel fri-sche Lusst geben, und sie gehörig begiessen. Um^Nicvaeliö sollen die Pflanzcn in das Glashaus ge-bracht, und in das Lohbeet eingegraben werden,man sie im Winter in temperirter Wärme hal,tcn kan; und wann man sie öffters begiesset, behal-ten die Pflanzen ihre Blätter den UAnrer über,Und machen also, unter andern ausländischen Pflan-zn , im Glashaus eine anmuthige Varietät- SieMüssen aber allezeit eingeschlossen bleiben: dann sieAnd zu schwach, in diesem Land in freyer Lufft zuDauern; deswegen sollen die Fenster des Glauöhau-ses, im Sommer, wann das Wetter gut ist, täg-"ch geöffnet werden, um den Pflanzen frische LufftZugeben; wann aber kaltes oder windiges Wettermüssen die Fenster verschlossen bleiben, um diepflanzen dafür zu bewahren, sonst treiben sie nicht^ohl, und machen ein schlechtes Ansehen.
koUo aculezro ilicis, czu-smpiexo, riZicio. I^cerk. lnä. zlt. //ex -
Ein afncanisches Staudengewäch-, mit Steineichenblatttrn.
. Diese Pflanze wird in einigen Kunstgärten um"tt Varietät willen gehalten, weil sie aber von schlech-
Zusäze. 5;;
ter Schönheit ist, siehet sie in geringer Achtung.Sie wird in den Sommermonaten durch C chnitt-linge fortgepflanzet, die man in Töpffe, so mit fri-scher leichter Erde angefüllet sind, setzen, und in eintemperirtes Mistbeer eingraben soll, auch in derWärme, am Tag, im Schatten halten, und gehö-rig begiessen mus, bis sie Wurzeln geschlagen.Hernach sind sie nach und nach an die freye Lufft zugewöhnen, und alsdann können sie in einem bedeck-ten Ort hinaus gesetzet , und daselbst bis um dieMitte des Octobers gelassen werden. Hieraufbringt man selbige wieder in das Gewächshaus,und setzet sie daselbst so, daß sie Sonne und frischeLusst haben können: dann wann sie unter andernPflanzen zu enge eingeschlossen stehen, so treiben sieselten wohl. Den Vpmrer über müssen sie öfftersbegossen werden, doch soll solches nicht zu viel aufeinmal geschehen. In kalten Wetter mus mansie nicht zu frisch halten , wann es aber gelinde ist,wollen sie viel frische Lufft haben. Im Som-mer kan man dieselben aus dem Gewächshaus neh-men, und an einen warmen Ort, unrer andere aus-ländische Pflanzen setzen, da sie dann die Varietätvermehren helffen.
Die Blumen dieser Pflanze sind klein, und blas-ser, weisser Farbe, daher sie cm schleck-tcs Ansebenmachen. Sie wachsen aus den W mcketn der Blat-ter, und sind von den Blättern so eingeschlossen,daß man ihrer in der Ferne nicht gewahr wird.Diese Pflanze ist an verschiedenen Pflanzen männ-lichen und weiblichen Geschlechtes.
I.0ZV/006. Campechenholz.
Dieser Baum wachst zu Tampeche, in Honduras,und andern niederigen sumpfichten Plätzen vonrvestindien sehr häufig, und von daher ist auch derSaame nachEngeland gebracht worden, aus wel-chem man viele Pflanzen erzogen, die in verschiede-nen Kunstgärten aufbehalten werden. Im Land,wo dieser Baum urspringlich wächst, hat er insge-mein einen (Vtamm von zehen Zollen, oder von ei,nem ^?chuh ,m Durchmesser, welcher überhauptSviele krümme irreguläre Aeste treibet, so mirscharf-fen Dornen, gleich einigen Acqeiensorten besetzetsind. Die Blatter sind federförmig. so, daß alle-,zeit drey oder vier Paar beysammen stehen, und je-des derselben ist wie ein Herz geformet. Aus denWinckeln derBlätter, wachsen die Blumen inkur,zen kleinen Aehrcn; sie bestehen aus fünf regulärenBlarlein, und breiten sich rosenförmig aus. Aufdie Blumen folgen länglichte, platte, geflügelteSchoten , die sich in der Mitte der Länge nach öff-nen, und einen, zwey, auch manchmalen drey plat-te, nierenförmige Saamen enthalten.
Man ziehet diese Pflanze aus dem Saamen, deebald im Frühling in Töpffe gesäet werden mus,die mit leichter fetter Erde angefüllet sind, welcheman hernach in ein Lobbeet eingräbt; da sich danndie Pflanzen innerhalb fünf Wochen zeigen werden,wann der Saame frisch ist, und die Erde warmundfeucht erhalten wird; alsdann aber müssen die Fen-ster des Mistbeetes taglich,bey warmen Wetter geöff-net, und dem Pflanzen frische Lufft gegeben werden.Dieses stärcket sie, und hindert, daß selbige nicht zuschwach wachsen; auch mus man sie bey warmen Wet-ter beständig und taglich begiefen.fönst treiben sie nicht.Wann die Pflanzen zwey bis drey Zoll hoch gewor-den, nimmt man selbige sorgfältig aus den Töpf-fen heraus, sondert sie von einander ab, und pflanztjede in einen kleinen, mit leichter, frischer Erde an-Aaaa aaa » gefüls