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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
547
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Wl den Schossen znnick halten, damit er Seiten»M treibe.

^Zwey Jahr nach dem Oculiren, können diese^äume dahin versetzet werden, wo sie bleiben sollen:baim-cs vrrfttzen zwacvielc diese Baume,wann sie ätterund, aber sie thun selten so gut, als die jungen. Die<Veite in welcher man sie setzet, soll fünf und zwan--Schuh ins Gevierte ausmachen, eine geringeNette taugt nichts, wann die Bäume wohl wach-sn. So lange die Bäume noch jung sind, kan^lan den Boden zwischen ihnen mitKuchenkrauternbesetze,,; doch mus inan nichts zu nahe an ihre Wur,säen oder pflanzen.

Um die Baume regulär zu ziehen, mus man ringsAn sie herum die Erde mit Pfälen besetzen, an wel-chen man dieZweige horizontal anbindet: dann last^an sie in der Zugend perpendiculär wachsen, so'vttnen sie nachgehends nicht sonder grosse GewaltH eine schickliäie Form gebracht werden. Ferner^ auch noch folgendes zu beobachten nothig, daßnämlich die Zweige nicht kreutzweiö über einan--"kr wachsen lasse, und allezeit bey Beschnridung ei«^iger Aeste, das oberste Aug auswärts lasse, wo-durch in der Mute des Baumes mehr leerer RaumAalten wird; auch mus man alle perpendiculäreSchossen in der Mitte des Baumes, so bald als sietu«« Vorschein kommen, wegnehmen. Die ubri?

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g«n nöthigen Regeln sind im Artickel Beschneidenzu finden.

Zu Znxrgbirnen schicken sich alle Sommer- undHerbstfrüchre am besten : dann Winrerbirnen anZwerZbäumen zu ziehen, verlohnet sich dcr Mühenicht: weil sie selten wohl tragen; auch sind sie nichtleicht Wohlgeschmack, und insgemein sehr steinig.

Man ziehet auch Zwergapfcl, und werden nun-mehr die meisten auf Paradiesapfel gepropfet odevoculiret; weil sie aber meistens nicht lauge dauern,so tragen sie wenig ein , und taugen nur alleine fürkleine Gärten, zur Curiositär; sie tragen aber ehen-der und häuffiger, als wann sie auf VLUdlingenoder Aepfelstammen stehen.

Sind sie auf paradiesstammen,so müssen sie sechsoder acht Schuh weit von einander auf allen Seitengepflanzet werden. Da sie eben wie die Birnen ge-wartet werden, so ist nicht nothkg, daß ich solcheswiderhole.

Einige ziehen auch Apricoftn und Pflaume»»an Zwerglein, alleine sie thun selten gut, wnlsiegarzart sind; und diejenige so aufswergiem tragen,werden solches an Spalieren noch besjer thun, in-dem sie an selbigen viel besser zu warren; daher hal-te ich auch solches für bejftr; weil man sich gewissex

auf sie verlassen kan, und die Bäume e»n schö-nes Ansehen habe«.

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