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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
515
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.ÄZann kleine Wolcken sich fieberig herunter sen«^n,als in Thälern, sudost-oder sudwestwarts, so' ^ ein Zeichen von schönem Natter.

. Wann die^ Spitzen der Berge hell aussehen, be-utet es schönes VOecrec.

^Wann nordwestwarrs weiss« , zerstreute Wol-e>l, wie Wolle hangen, »st es ein Zeichen von schö-"em ZWerrer.

. Äann weisse Wolcken,oder ein Nebel gerad übers. ^ Flüssen stehet, und sich nicht weiter zerstreuet,ein Zeichen von schönem Wctrer.

Wann nach einem Regen ein Regenbogen sich!,^t, und der blaue oder gelbe Theil recht bell ist,""d die höchste Farbe vorstellet, so sind solches Ze»,chen von schönem Wetter.

« VZann die Bienen weit von ihren Stöcken weg,Men, und spat nach Haus kommen, so bedeutet^ Ichöneo N>errer.

Grosse Schwärm von Schnacken, bedeuten schö-"ks lVerrer.

. Die bey Nacht glänzende Johanniswürmlein,^deuten schönes lVerrer.

Wann die Geyer hoch fliegen, verkünden sieftbö-,'b, trockenes IVerrer. Der Lord Äacon giebr?'evon folgende Ursache an; weil der Geyer in dev-^lgen Lufft die er am liebsten hat, am höchsten^>gt: dann dieser hochsüegendeVogelhar die dickeM nicht so gern, als die kalte und frische; da erherein Raubvogel und also hitziger Natur ist, so

er die srische Lufft.s/Dann die Schwalben hoch fliegen, bedeutet es'^)ones Vierter.

. Hann die Eulen viel heulen, ist es ein Zeichen^ schönem ^Dercer; und ob sie gleich sowohl in?Ucm als trockenen Werter viel heulen, so ist dochUer Unterschied dabey, daß ihr Geheul in nassemweiter starckec, als in schönem werter sey.^ÄZann die Eysvögel, die Taucher und ändertMsservögel das Ufer verlassen, und nach der Seethen, so ist es ein Zeichen von schönem VOerrer.^ÄZann das Vieh gierig frissr, ohne um sich zu'^uen, ist es ein Zeichen von schönem rverrer.AZann die Fische öffters in die Höhe gehen, unddem Wasser spielen, ist es ein Zeichen von schö,^ Better.

, Ein dicker dunckler Himmel, der eine Zeit-ig so bleibet, ohne daß sich die Sonne zeige ,ein Regen komme, wird allezeit zu ersthernach aber trüb, das ist, die Lufft wirdAn hell, ehe es regnet. Dieses meldet der hoch-Mige Herr Clark, der dreysig Jahr lang dasfetter in ein Verzeichnus gebracht, und solchesx^'Nach durch seinen Enckel, den gelehrten. Dock.Samuel Clark, dem Doct. Derham einhandigenMn. Dieses, sagt er, habe fast allezeit eingetrof-am wenigsten aber, wann der Wind aus Osten^tvehet; Doct. Dechamhat eine Regel gefunden,?"ch weicheres allezeit eintrifft, der Wi«d mag we»wie er will. ,

Bie Ursache ist leicht zu finden. Die Atmospha-n m mit Dünsten angefüllet, die zwar die Ssn-Mstrahlen genugsam refiectiren und von uns ab,^ten können , aber nicht dick genug sind, um her»^ M fallen; da nun also die Dünste immer in ei-Zustand bleiben, so geschieher mit dem 5Ver-t-v ^iches. Daher ist es auch bey solchem N>ec-bpl. wsgemein mäßig warm, auch findet sich da»wenig oder gar kein Wind, welcher etwannÄünste in Unordnung brachte, und die schwereA "Sphäre halt sie in der Höhe; wobey zugleich^ Haromerer insgemein hoch siehet. Wann es

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aber kalter wird, und die dadurch verdickte Dünstein Wolcken oder Tropffen sich vereinigen, so be-kommen die Sonnenstrahlen Raum, bis die näm-lichen durch fernere Verdickerung zu Regen gewor-dene Dünste, tropfenweis herunter! fallen.

2. Auf die veraudrrunI der M arine desIVet-ters, folgr insgemein eine vecand. vung des l-Oin-des. Demnach sind die Nord - und Sudwinde,die man insgemein für die Ursache des kalten undwarmen tVerrers l>ält, wircklich nichts anders, alseine Wirckung von der Kalte und Wärme der At-mosphäre ; und hievon versichert unsDoc. Dcri>amso vielmals überzeuget worden zu seyn, daß er gaenicht mehr daran zweifelt.

So ist es etwas gemeines, daß man wahrnimmt,wie ein warmer Sudwind sich auf einmal, bey her-abfallendem Schnee und Hagel in emen Nordwindverwandelt, oder daß der an einem kalten und fro-siigen Morgen webende Nordwind/ sich nach Sü-den drehet, wann die Erde nebst der Lufft von derSonne wohl erwärmet worden ., gegen oen kaltenAbend zu aber, wieder Nord, oder Ost wird.

Kennzeichen des Wetters aus den

Winden.

Die Winde, sagt Herr pomter, verursachendie geschwindesten und sonderbarsten Veränderun-gen in der Lufft.

Die Natur der Winde ist so beschaffen? daß wir,vermög der Erfahrung, so wir von selbigen haben,ziemlich gewis voraus sagen können, was nach sel-bigen zwey bis drey Tage lang für Wetter sey»werde.

Als zum Erempel: so wissen wir, daß ein Sud-wind in unserm Clima insgemein Regen bringe »und der Westwind noch mehr; dieses aber kommtdaher, weil sich der Ocean an der westlichen Seit«unseres Landes befindet.

Auch wissen wir, daß uns der Nokdwind , sswohl als der Ostwind, der aber nicht so langals der Nordwind anhält, schönes Wetter brin-ge ; daher will es auch nöthig seyn, daß wievon den Nordost - und Sudwestwinden vornehm-lich handeln.

Einige genaue Beobachter des vierter? habenetliche Jahre lang bemercket , daß innerhalb achtJahren der Sud- und Westwind, so viel wehen,als die Nord- und Ostwinde, und daß es folglichso viel nasse als trockene Jahre gebe.

Herr pomrer giebt folgende Regeln an, ummeistens zu wissen, wann der Wind, zwey oderdrey Monat lang, aus einer dieser beeden Gegen-den wehen werde.

Was erstlich den Nordostwind anbelanget, so istzu mercken, daß wann der Wind Nordost wird,und zwey Tage obne Regen so bleibet, und wederam dritten Tag sich südwärts drehet, noch ein Re-gen folget, es wakrscheinlicl, sey, daß er acht bisneun Tage ohne Regen fortwehen, und hernachwieder Sud werden werde.

Wann der Wind sich wieder von Suden, nord-vstwärts drehet, und zwey Tage so bleibet, es auchdabey weder regnet, noch selbiger am dritten TagSud wird, so wird der Nordostwind wahrschein-licher Weise zwey Monat lang, und meistens dreyMonat lang wehen. Innerhalb dreyer Woche»wird der Wind endlich aufhören, sich nach Nordenzu drehen.

Was nun zweytens den Sudwestwind anbelan-get, lso werden insgemein, wktm der Wind vieeOoo ooo s Monat